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„Superfood Monday“ (4. Teil): Moringa

Wo kommt das Superfood her?

Moringa – auch „Baum des Lebens“ oder Merrettichbaum genannt – gehört zur monogenerischen Familie der Bennussgewächse. Es gibt verschiedene Arten von Moringa. Die bekannteste Art ist „Moringa Oleifera“. Ursprünglich stammt der Baum aus Indien, vom Fuße des Himalayas. Bereits vor 5000 Jahren wurde das erste Mal über Moringa berichtet. Auch in der Ayurveda-Heilkunst ist der Baum von großem Interesse. Dort heißt es, dass Moringa über 300 Krankheiten heilen kann.

Was steckt drin?

Moringa zählt ebenfalls zu den nährstoffreichsten Pflanzen. Sie enthält u.a.:

  • 18 von insgesamt 20 Aminosäuren (alle essentiellen)
  • 102mal soviel Vitamin B wie in Spinat
  • 25mal soviel Eisen wie in Spinat
  • 17mal soviel Calcium wie in Milch
  • 15mal soviel Kalium wie in Bananen
  • 7mal soviel Vitamin C wie in Orangen
  • 4,5mal soviel Vitamin E wie in Weizenkeimlingen
  • 4mal mehr Vitamin A (2,5mal mehr Carotin) als in Karotten
  • 2mal soviel Proteine wie in Soja
  • große Mengen an natürlichem Chlorophyll (Lichtenergie)
  • enthält neben den o.g. noch viele weitere antioxidantive Stoffe und das Wachstumshormon Zeatin (sog. Zellöffner)

Moringa weist wohl einen extrem hohen ORAC-Wert (Oxygen Radical Absorption Capacity) auf und sticht mit 46.000 je 100g sehr hervor.

Zur Erinnerung nochmals (siehe auch Beirtag zu den Goji-Beeren): Der ORAC-Wert ist ein Maß bzw. eine Messmethode dafür, wie gut Antioxidantien freie Radikale neutralisieren können. Umso höher der Wert, desto besser werden die Antioxidantien vom Körper genutzt, um die freien Radikale zu bekämpfen. Der Wert der Goji-Beeren liegt bei ca. 25.000 und Orangen haben einen ORAC-Wert von 750. Es handelt sich hierbei jeweils um Laborwerte und sollten mit Vorsicht genossen werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Moringa folgende Vorteile bietet:

  • unterstützt die Gehirnfunktion, Konzentration und Abwehrkräfte
  • bessere Ausdauer und Balance
  • beseitigt Kopfschmerzen und unregelmäßigen Blutdruck
  • stärkt die Sehkraft
  • schützt vor freien Radikalen
  • gute Infektionsabwehr (hilft bei Hautinfektionen, Durchfall, Fieber)
  • wirkt entzündungshemmend
  • perfekte Eiweißquelle
  • beugt Osteoporose vor
  • verhindert vorzeitige Hautalterung und weitere Alterungserscheinungen
  • „Vitaminbombe“ insbes. für Schwangere, Stillende, Sportler, Veganer, Personen in der Pubertät, stressigem Alltag oder Wechseljahren
  • kann auch zur Reinigung von verschmutztem Trinkwasser verwendet werden
  • Zeatin- Botenstoff, der alle Stoffe an den richtigen Ort im Körper bringt zum Wirksamwerden

Wie kann man es verwenden?

Die Samen lassen sich zu Öl pressen und werden vielseitig in der Ernährung, Kosmetik oder als Bio-Diesel verwendet. Das Besondere jedoch ist, dass sich die Samen auch zu Pulver zerreiben lassen und man damit verschmutztes Trinkwasser reinigen kann. Das Pulver bindet die Schwebstoffe und sinkt zum Boden.

Die ganze Power steckt jedoch in den Blättern. Es gibt Moringa in Form von Tee, Presslingen, Pulver, Kapseln oder Öl zu kaufen. Ich verwende Moringa zur Zeit in Pulverform und gebe ca. 1 EL mit in den Smoothie oder auch ins Müsli. Bitte auch hier immer auf Qualität und Herkunft achten!

Be happy, healthy & in balance

Steffi

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  1. Pingback: Superfoods | wohlfuehlkost

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