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„Superfood Monday“ (5. Teil): Spirulina

Wo kommt das Superfood her?

Spirulina ist auch als Blaualge bekannt und gehört zu den Cyanobakterien. Diese Algen existierten bereits vor Millionen von Jahren und waren maßgeblich daran beteiligt, dass in der Atmosphäre Sauerstoff gebildet wurde. Bei der sog. Photosynthese werden unter dem Einfluss von Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid die Stoffe Glucose und Sauerstoff hergestellt. Je mehr Kohlendioxid bereitgestellt wird, desto besser kann die Alge wachsen.

Die Spirulina-Algen sind heute in den alkalischen Salzseen der tropischen und subtropischen Regionen in Australien, Mittelamerika, Südostasien und Afrika beheimatet. Die Mayas, Azteken und die Bewohner in Teilen Afrikas integrierten die Alge vor Jahrhunderten bereits und auch heute noch in ihren Speiseplan. Bei uns wird sie erst seit ca. 30 Jahren als Nahrungsergänzung eingesetzt.

Was steckt drin?

Spirulina ist ebenfalls ein Superfoods, da die Algen zu den nährstoffreichsten Nahrungsquellen zählen. Sie sind:

  • reich an pflanzlichem Eiweiß (enthalten 18 von 20 Aminosäuren, davon alle 8 essenziellen)
  • liefern große Mengen an: Calcium, Eisen und Magnesium
  • reich an Vitamin B12 und sämtliche andere B-Vitamine
  • reich an Beta-Carotin (was im Körper in Vitamin A umgewandelt wird) und weiterer Vitamine: D, K und E
  • enthalten verschiedene Antioxidantien und Carotinoide
  • besitzen mehr Chlorophyll („grünes Blut“ der Pflanzen) als Weizen- und Gerstengras
  • haben ein ausgewogenes Verhältnis der Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren

Zusammenfassend wird Spirulina nachgesagt, dass es:

  • den Minimalbedarf an Eiweiß mit 50 g davon bereits deckt
  • kaum Fett und Kalorien enthält
  • als natürliches Entgiftungsmittel (bspw. bei Amalgan-Sanierungen) eingesetzt wird
  • sehr gut verdaulich ist und eine nützliche Darmflora schafft
  • das Immunsystem schützt bzw. es wieder ins Gleichgewicht bringt (bspw. bei Autoimmunerkrankungen)
  • den Cholesterinspiegel und Blutdruck senkt
  • Vitalität und Lebensenergie spendet
  • bei der Beseitigung von Schlacken und Abfallprodukten hilft
  • das Blut, die Leber und Nieren reinigt und vor Viren schützt
  • die Nervenfunktion verbessert und sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt
  • Knochen und Zähne stärkt sowie die Sehkraft verbessert
  • entzündliche Prozesse eindämmt
  • freie Radikale bekämpft und den Alterungsprozess verzögert
  • Akne, Altersflecken und Ekzeme gemindert werden
  • den Appetit zügelt, gegen Allergien wirkt und die Leistung steigert
  • die Organe schützt und Giftstoffe entfernt, die durch Bestrahlung entstanden sind (es wurde bspw. in Tschernobyl eingesetzt)
  • Jod enthält (Vorsicht bei Menschen, die auf Jodzugabe achten müssen)

Außerdem: Der Anbau der Algen greift nicht die knappen Süßwasservorräte an, da sie im salzhaltigem Wasser gedeihen. Und durch die Bindung von Kohlendioxid und der Umwandlung in Sauerstoff, wirkt sich der Anbau auch positiv auf das Klima aus.

Wie kann man Spirulina verwenden?

Spirulina wird geerntet, zu einer Paste verarbeitet und getrocknet. Diese getrockneten Algen gibt es dann als Pulver und Flocken oder aber auch Tabletten bzw. Presslingen zu kaufen. Da der Geschmack für viele gewöhnungsbedürftig ist, sollte man sich langsam herantasten. Die Farbe der Algen ist sehr intensiv und verleiht Smoothies oder anderen Gerichten einen tollen tiefgrünen Ton.

Tipp: Solltest du die Algen zur Entgiftung nutzen wollen, z.B. nach einer Zahn-Sanierung, bitte stimme dich vor der Einnahme mit einem ganzheitlichen Zahnarzt ab und starte vorsichtig, um unangenehme Begleiterscheinungen zu verhindern.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

P9950924

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