Ernährung
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„Superfood Monday“ (11. Teil): Baobab

Der heutige „Superfood Monday“ steht ganz im Zeichen von Baobab.

Wo kommt das Superfood her?

Der Baum Baobab zählt zu der Familie der Malvengewächse und ist hauptsächlich südlich der Sahara in Afrika zu Hause. Dort ranken sich viele Mythen, Sagen und Legenden um ihn. Bei uns ist er auch als Baum des Lebens oder afrikanischer Affenbrotbaum bekannt, da die Früchte gern von Affen (und anderen Tieren) verzehrt werden.

Der Baobab ist der charakteristischste Baum Afrikas. Der Baumstamm ist relativ dick und kurz, die Baumkrone hingegen ist eher unförmig und weit ausladend. Dieser Baumstamm speichert während der Regenzeit das Wasser, um während der Trockenzeit den Baum zu versorgen. Gleichzeitig wirkt dieses Wasser im Stamm als natürlicher Brandschutz. Bis der Baum jedoch das erste Mal Früchte trägt vergehen ungefähr 20 Jahre. Diese sind dann ca. 25-50 cm lang & eiförmig und verfärben sich im Reifeprozess von grün, über gelb bis graubraun. Im Inneren sind bis zu 200 Samen im Fruchtfleisch eingebettet. Dieses Fruchtfleisch ist eher weiß und schmeckt leicht säuerlich, da es einen hohen Vitamin-C-Gehalt besitzt. Die Samen sind ungefähr haselnussgroß und sehr fettreich. Affenbrotbäume können bis zu 25 Meter hoch und über 1.000 Jahre alt werden.

Was steckt drin?

Das getrocknete und zu Pulver gemahlene Fruchtfleisch des Baobab’s hat viele gesundheitsfördernden Eigenschaften und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen: C (ca. 300 mg auf 100g und damit 6x mehr als bei Orangen), B, Eisen, Kalium (6x mehr als in Bananen), Phosphor, Magnesium und Kalzium. Auch besitzt er einen sehr sehr hohen Antioxidantien- (2x mehr als in Goji-Beeren) sowie Ballaststoffanteil (50% aus löslichen; 50% aus unlöslichen). Baobab wirkt:

  • verdauungsregulierend, präventiv vor Magenerkrankungen und anregend auf die Darmmikroflora
  • anregend aus das Immunsystem
  • als sehr gute Ergänzung in der Ernährung von Glutenunverträglichkeit
  • abwehrend bei der Bildung von freien Radikalen
  • stabilisierend auf den Blutzuckerspiegel und eignet sich hervorragend zur Integration in der Diabetiker-Ernährung (insbes. Typ II)
  • energiespendend und positiv wirkend auf den gesamten Körper
  • wird auch zur Behandlung von Osteoporose, Krampfadern und Hämorrhoiden eingesetzt
  • in der Naturkosmetik als Lotion, Öl oder Spray: kräftigend, entzündungshemmend und feuchtigkeitsspendend

Wie kann man Baobab verwenden?

Die Rohstoffe des Baobab sind vielseitig verwendbar. Die Bewohner der Kalahari-Wüste bspw. zapfen den Baum an, um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Aber auch das Fruchtfleisch, die Samen, die Rinde, die Blätter und Sprösslinge werden vor allem in der Volksmedizin oder als Nahrungsmittel genutzt. Auch liefert der Baum Material für die Herstellung von Kleidung, Decken, Schmuck, Seile, Netze, Körbe, Papier u.v.m. Das Baobab-Furchtfleisch eignet sich auch zum Backen oder als Ersatz für Sahne. In Europa wird aus den Samen ein Öl hergestellt, was dann in der Kosmetikindustrie für Haut und Haar zum Einsatz kommt.

Das Baobab-Pulver selbst schmeckt sehr angenehm, wie eine Mischung aus Vanille, Birne und Pampelmuse und kann ganz einfach in Smoothies, Säften, Dressings, Eiscreme, Müsli oder Gebäck gemischt werden.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren eines neuen Superfoods.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

P9970920

11 Kommentare

  1. Super Artikel, vielen Dank! Baobab ist echt ein Multitalent. Am besten macht sich Baobab als Zutat zu grünen Smoothies oder Superfood Smoothies, da es auch noch bindend wirkt.

    Gefällt 1 Person

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