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Fernweh: Meine 5 Lieblingsplätze auf Bali

Vor ein paar Wochen hatte ich euch bereits auf eine kleine Foto-Safari mit nach Bali genommen, ohne detaillierter darauf einzugehen. Heute möchte ich etwas mehr über BALI berichten und euch an meine 5 Lieblingsplätze mitnehmen.

BALI, die Insel der Götter, liegt im Indischen Ozean, gehört zu Indonesien und hat ca. 4,3 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt ist Denpensar und befindet sich im Süden der Insel. Die Flugzeit dorthin dauert ca. 17 Stunden, meist mit einem Zwischenstopp in Singapur oder Bangkok. Wir sind damals im Rahmen unserer Asien-Rundreise mit AirAsia von Bangkok nach Denpensar in ca. 4 1/2 Stunden geflogen. Bei der Einreise benötigt man einen Reisepass, der noch mind. 6 Monate gültig ist. Für das Visa-on-arrival werden dann vor Ort 35,– USD fällig. Dieses Visum gilt dann 30 Tage.

Das Klima ist tropisch warm mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. In der Trockenzeit (Mai-Oktober) klettern die Temperaturen bis auf 34°C. Ca. 93% der Balinesen gehören dem Hinduismus an. Dies ist insofern beachtlich, da ca. 88 % der Indonesier Muslime sind. Bali unterscheidet sich in religiöser und kultureller Hinsicht sehr vom Rest Indonesiens.

Mein 1. Lieblingsplatz ist das Maya Ubud Resort & SPA. Diese fantastische Hotelanlage liegt ca. 1 Std. mit dem Auto vom Flughafen entfernt, im Landesinneren. Je nach Verkehrslage kann man für die 30 km auch mal 2 Stunden brauchen, denn Stau ist auf Bali immer an der Tagesordnung. Das ruhige und abgeschiedene Resort befindet sich direkt am Petanu River, an einer Schlucht inmitten eines riesigen tropischen Gartens im Dschungel. Auf der anderen Seite des Resorts gliedern sich Reisfelder an. Es gibt insgesamt 108  Betten, aufgeteilt in luxuriöse und von Architekten designten Doppelzimmern (nähe der Lobby und dem Haupthaus) oder privaten Pool-Villen. Diese sind verteilt im tropischen Garten. Direkt am Fluss ist das Spa untergebracht. Man gelangt dorthin entweder mit einem Aufzug oder mittels Treppenstufen nach unten. Die SPA-Anwendungen finden in separaten Behandlungs-Pavillions statt, die man einzeln oder auch zu zweit buchen kann. Dort zu relaxen ist Entspannung und Wohlfühlen pur. Man ist inmitten dem Dschungel und hört nur das leise Rauschen vom Fluss und die Geräusche aus dem Dschungel. Weiteres Highlight in diesem Bereich ist der 2. Infinity-Pool, der (wie alles andere auch) nie überlaufen war, da viele Gäste den Pool in ihrer Villa oder den Hauptpool im vorderen Bereich der Anlage nutzten. Und auch das 2. Restaurant bat mit einem regionalen asiatischen Angebot sehr köstliche und leichte Speisen an. Für alle sportlich Interessierten steht ein Tennis- und Golf-Platz zur Verfügung sowie ein riesiger Yoga-Pavillion mit einem atemberaubenden Blick über den tropischen Garten und die Reisfelder. Mit dem kostenlosen Shuttle-Bus kommt man in knapp 10 Minuten schnell und sicher nach Ubud Stadt. Wer die Abgeschiedenheit mag und auf Komfort nicht verzichten möchte, ist in diesem Resort bestens aufgehoben. Einen Strand oder das Meer habe ich hier nicht vermisst.

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Mein 2. Lieblingsplatz ist das Städtchen Ubud selbst. Dieses gilt als kulturelles Zentrum und künstlerischer Hauptort Balis. Wer auf Malerei, Textilkunst, Holzschnitzereien oder auch Kitsch abfährt, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten. Früher war Ubud hauptsächlich das Ziel vieler Backpacker, heute sind es eher die Pauschaltouristen, die sich durch die Straßen schlängeln. Ubud hat eine ganz spezielle Atmosphäre und zieht mit seinem Charme fast jeden Gast in seinen Bann. Es gibt so viele kleine Kunstgalerien, Boutiquen, versteckte Restaurants, Warungs, Märkte, kleine Gassen und wunderschöne Tempel zu besichtigen. Überall werden Opfergaben, um die Götter zu besänftigen, niedergelegt. Ubud ist eine Mischung aus geschäftiger Hektik und relaxter (Aussteiger-) Stimmung. Wenn man auf Bali ist, kommt man um Ubud nicht herum. Dieses Fleckchen sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Wir hatten uns damals einen persönlichen Fahrer zur Erkundung der Insel genommen. Die ca. 40 EUR pro Tag waren bei den chaotischen Verkehrsverhältnissen auf Bali sehr gut angelegt. Man kommt einfach sicherer und entspannter ans Ziel. Mit dem Auto waren wir dann sehr flexibel unterwegs und unser Fahrer hielt auch viele wertvolle Tipps und Informationen zu den verschiedensten Sehenswürdigkeiten für uns bereit. Eines davon war (Pura) Tanah Lot oder auch Meerestempel genannt, mein 3. Lieblingsplatz auf Bali. Dieser hinduistische Tempel liegt im Südwesten der Insel. Ich muss zugeben, dass es dort ziemlich touristisch und überlaufen zugeht. Ich hatte mich im Vorfeld erkundigt, bei einem Besuch auf der Insel ist der Tempel einfach ein must-see. Das Besondere dabei ist, dass man dorthin nur bei Ebbe gelangt. Über einen ca. 50 m langen Weg läuft man dann zum Tempel. Der eigentliche Tempel ist jedoch den Gläubigen vorbehalten und kann von Touristen nicht besichtigt werden. Am Fuße des Tempels entspringt eine Süßwasserquelle, die als heilig gilt und von Priestern bewacht wird. Der größte Ansturm ist jeweils zum Sonnenuntergang. Solange konnten wir leider nicht mehr warten.

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Die wunderschönen Reisterrassen von Tegalalang sind spätestens nach dem Film Eat-Pray-Love weltberühmt geworden. Diese sind eine knappe 1/2 Autostunde von Ubud entfernt. Ist man erstmal angekommen, bietet sich ein unbeschreiblich schönes Bild. Die saftig-grünen und teilweise sehr steil abfallenden Terrassen inmitten des Regenwaldes und dazu der Kontrast zum hellblauen Himmel, mein 4. Lieblingsplatz auf Bali. Gerade am Abend, wenn die Sonne etwas tiefer steht, fangen die Terrassen richtig zu „glühen“ an. Wir waren am frühen Vormittag dort und fast noch die Einzigen. Um die Mittagszeit soll es wie im Schlussverkauf und nicht ganz so entspannt zugehen. Es kann auch passieren, dass man von Einheimischen angesprochen wird, um ihnen Postkarten, Getränke oder Sarongs abzukaufen. Wir wurden zum Glück im Vorfeld von unserem Fahrer darüber informiert, dass wir darauf nicht reagieren sollten. Er hat uns dann mit mitgebrachten Getränken, eisgekühlten Erfrischungs-Tüchern und passenden Sarongs für die Tempelbesichtigungen ausgestattet.

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An dieser Stelle möchte ich 2 Tempel erwähnen, die ich besonders beeindruckend fand und zu meinem 5. Lieblingsplatz gleichzeitig benenne. Zum einen ist das der Gunung Kawi und zum anderen der (Pura) Tirta Empul. An unserem Ausflugstag war zufälligerweise Vollmond, sodass in vielen Tempelanlagen besondere Zeremonien und Reinigungsrituale stattfanden, wo wir als Gäste zuschauen durften.

Im Gunung Kawi (dem Felsentempel) läuft man unzählige (300!) Stufen nach unten, an steilen Reisterrassen vorbei, um in die Schlucht zum Tempel zu gelangen. Der Abstieg ist teilweise beschwerlich, da sich die warme Luft im Tal staut und kein Lüftchen geht. Diese Tempelanlage war eine Gedenkstätte der Königsfamilie und wurde erst 1920 für die Öffentlichkeit entdeckt. Es gibt dort viele kleine Höhlen, die man nur barfuß betreten darf. Diese werden teilweise von Gläubigen auch als Meditationsnischen genutzt. Die Höhleneingänge sind sehr klein und schmal. Unbedingt Kopf einziehen, sonst wird es schmerzhaft (wie bei mir 😦 ). Überall fließt heiliges Wasser. Dieser Tempel ist ein magischer Ort der Ruhe, weit weg von jeglicher Hektik.

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(Pura) Tirta Empul (heißt übersetzt soviel wie „sprudelnde Quelle“) ist die heiligste und bedeutendste Tempelanlage in ganz Bali und liegt an der Quelle des Flusses Pakrisan. Hinduistische Gläubige kommen hier her, um sich mit dem Quellwasser zu reinigen und damit von Krankheiten und Problemen rein zu waschen. Jede einzelne Fontäne in dem Becken hat eine andere Bedeutung.

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Wir hatten unseren sehr freundlichen Fahrer (der übrigens großer Fußball-Fan war und auch den FC Bayern kannte) für 2 Tage gebucht. Er hatte die Route für uns zusammengestellt, mit den Dingen, die wir sehen wollten. Es war echt ein entspanntes Kennenlernen der Insel, gespickt mit einigen Insider-Tipps. Ein abschließender Tipp von mir ist Gunung Batur. Dieser Vulkan ist zwar nicht der höchste, aber dafür der aktivste Vulkan auf Bali. Der letzte Ausbruch war im Jahr 2000. Seit 2010 wurde die Warnstufe von „normal“ auf „wachsam“ geändert, da es immer wieder zu kleineren Erdbeben kommt und er Rauch und Asche speit. Einen Aufstieg, was bei vielen Urlaubern bei Sonnenaufgang sehr beliebt ist, habe ich mich nicht getraut. Vom Dorf Penelokan hat man eine gute Sicht auf den 1717 m hohen Vulkan. Dort oben gibt es jede Menge Restaurants, in denen man eine Pause zum Lunch einlegen kann. Meine Empfehlung: An den Lokalen, wo die Busse ihre Reisenden abladen, vorbeifahren und sich ein kleines Warung suchen. Ist viel idyllischer und schmackhafter, als mit zig Touristen am asiatischen Buffet zu stehen.

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An den Stränden Balis und in der Partyhochburg Kuta war ich überhaupt nicht. Deshalb kann ich darüber auch nichts sagen oder schreiben. Die Orte, die ich auf Bali anschauen durfte, waren unbeschreiblich schön. Ich hoffe sehr, dass ich nochmals meinen Urlaub dort verbringen kann und freue mich jetzt bereits auf ein Wiedersehen.

Was hältst du von Bali? Ist es eine Insel wo du gern mal Urlaub machen würdest? Kennst du die Insel bereits? Was hat dir gefallen und was überhaupt nicht? Hast du Tipps für mich? Ich freue mich sehr von dir zu lesen. 🙂

Liebe Grüße Steffi

14 Kommentare

  1. Ooooh da bekomme ich Fernweh. Wir waren letztes Jahr in unseren Flitterwochen dort, an den meisten der genannten Orte waren wir auch…ach war das herrlich…
    Deine Fotos sind der Hammer!
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

  2. Ich war auf Bali Ende der 1980er Jahre. Würde gerne mal wieder hinreisen. Durch Deinen Beitrag habe ich richtig Lust bekommen. Plane demnächst auf meinem Blog meine Lieblingsreiseziele in Asien. Wenn ich Zeit habe …
    LG
    Sabine

    Gefällt 1 Person

  3. oh wie schön. Tolle und beeindruckende Bilder und sehr schön geschrieben. Wir haben Bali auf unsere Wunschliste geschrieben, und wenn ich das so sehe, dann fühl‘ ich mich darin sehr bestärkt.
    Danke Dir für Deinen Beitrag!
    LG

    Gefällt 1 Person

  4. Hallo liebe Steffi,
    dein schöner Artikel spricht mir aus dem Herzen. Wir haben das große Glück nun seit einem halben Jahr hier auf Bali zu leben. Die Insel ist wirklich unbeschreiblich schön und besonders die Menschen haben es uns angetan. Wenn du mal wieder nach Bali kommst, kannst du dich gern bei uns melden. Wir haben sicher neue Insider-Tipps für dich.
    Liebe Grüße von uns 3 Auswanderen
    P.S. Deine Seite finden wir übrigens ganz toll!

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    • Ganz lieben Dank für euer Feedback zu meiner Seite und auch fürs Angebot. Ich freue mich sehr darüber. 🙂
      Gestern war ich auch mal wieder auf eurer Seite. Da kommen echt Erinnerungen hoch.
      Eure Entscheidung finde ich übrigens so klasse. Ihr macht es genau richtig. 🙂
      Bali steht ganz fett auf meinem Visionboard. Sobald es wieder losgeht, melde ich mich bei euch. 🙂
      Ganz liebe Grüße aus dem verregneten München
      Steffi

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