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„Superfood Monday“ (13. Teil): Zimt

Wo kommt das Superfood bzw. die Superrinde her?

Der Zimt-Baum ist immergrün und gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Es gibt unzählige Arten, aber nur wenige können auch als Gewürz genutzt werden. Zimt ist ein Gewürz der getrockneten Rinde von Zweigen des Zimtbaumes. Hierbei wird mit speziellen Werkzeugen die Rinde geschält, dann gerollt und anschließend getrocknet. Je dünner die Zimtstange, desto höher die Qualität. Bei uns in Europa sind hauptsächlich der Ceylon Zimt und Chinesicher Zimt im Handel. China und Indien sind auch die Ursprungsländer des Zimts.

Bereits 3.500 v. Chr. wurde er zum Würzen und als Heilmittel genutzt. Während der Pharaonen-Zeit brachten dann Kaufleute den Zimt von China mit nach Ägypten. Doch erst im 15. Jahrhundert wurde Zimt dann auch in Europa eingeführt. Damals war es eines der teuersten und kostbarsten Gewürze überhaupt. Erst mit der Ausweitung des Anbaus in Indonesien auf riesigen Plantagen wurde Zimt erschwinglicher. Heute wird Zimt auch in anderen Ländern, außerhalb der Ursprungsländer, angebaut.

Wie bereits erwähnt, sind der Ceylon Zimt und der Chinesische Zimt die 2 bekanntesten Sorten bei uns in Europa. Cinnamomum ceylanicum/verum (Ceylon Zimt) wird auch als der „echte Zimt“ bezeichnet und stammt ursprünglich von der Insel Ceylon, dem heutigen Sri Lanka.  Cinnamomum cassia/aromaticum (Chinesischer Zimt) ist der weniger wertvolle Zimt und im südlichen China beheimatet.

Was steckt drin?

Die gesundheitlichen Vorteile des Superfoods Zimt sind vielseitig. Zimt ist:

  • reich an Antioxidantien („Radikalfänger“), Flavonoiden und Polyphenolen (Sekundäre Pflanzenstoffe)
  • hat eine Anti-Aging- sowie wärmende Wirkung
  • erhöht den Stoffwechsel und regt die Fettverbrennung an
  • wirkt entzündungshemmend
  • stabilisiert den Blutzuckerspiegel (erhöht die Insulinproduktion)
  • wirkt als Blutverdünner (Antigerinnungsmittel – dadurch Verhinderung von Schlaganfall und Thrombosen) und verbessert dadurch die Durchblutung
  • verhindert Verstopfung der Gefäße, Alzheimer und Epilepsie
  • lindert Arthritis
  • hemmt das Wachstum von Bakterien und Pilzen (einschl. Candida Pilz und Fußpilz)
  • ist reich an Vitamin A, Kalium, Zink, Magnesium, Mangan, Eisen, Kalzium und Ballaststoffen,
  • im Bereich der TCM und Ayurveda wird Zimt bei Erkältungen, Infektionen, Blähungen, Übelkeit, Durchfall und Menstruationsbeschwerden eingesetzt
  • ist ein Energiespender
  • gibt Vitalität
  • wirkt beruhigend und entspannend
  • reguliert die Herzfrequenz, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel
  • steigert die Gehirnaktivität
  • ist ein Heilmittel gegen Kopfschmerzen
  • aufgrund des süßlichen Geschmacks eine tolle Zuckeralternative

Auch Zimt darf nicht in Unmengen verzehrt werden. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt gilt auch hier das Motto: „Die Dosis macht das Gift“. Um eventuelle Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten folgende Verzehrempfehlungen beachtet werden:

  1. Zimt enthält Cumarin: Der Verzehr von großen Mengen kann gesundheitsschädigende Wirkungen auf die Nieren und Leber haben. Cassia bzw. Chinesischer Zimt enthält ca. 2 mg/kg Cumarin, Ceylon Zimt ca. 0,02 mg/kg. Offiziell gibt es einen Grenzwert von 0,1 mg Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht. Alles was darunter liegt, gilt als unbedenklich. Auf der anderen Seite jedoch gibt es Studien darüber, dass reines Cumarin Krebstumore zum Schrumpfen bringt.
  2. Während der Schwangerschaft: Da Zimt auch eine stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter hat, kann hier die Gefahr für frühzeitige Wehen oder Gebärmutterkontraktionen erhöht werden. Zur Absicherung einfach mit dem Arzt Rücksprache halten.
  3. Menschen mit Blutgerinnungsstörungen (auch bei Einnahme von Medikamenten) und Diabetiker sollten sich ebenfalls mit ihrem Arzt im Vorfeld abstimmen.
  4. Zimt kann mit verschriebungpflichtigen Antibiotika interagieren.

Gerade in Fertigprodukten und Süßkram wird oft der billige Chinesische Zimt beigemischt. Bitte schaue hier immer auf die Zutatenliste und prüfe was drinsteckt. Aber diese Dinge sollte man sowieso meiden, da die anderen Zutaten (wie Zucker, Weißmehle, synthetische Farb- und Zusatzstoffe) weitaus gefährlicher sind, als das Naturprodukt Zimt. In gesunden Rezepten ist Zimt ein tolles Superfood, was viele Vorteile für unseren Organismus mitbringt.

Wie kann man Zimt verwenden?

Das Gewürz gibt es als ganze Zimtstange, Pulver, Öl oder in Kapselform. Ich verwende meist die Pulverform vom Ceylon Zimt in Bio-Qualität. Da Zimt recht schnell seinen Geschmack und Duft verliert, kann man auch ganze Zimtstangen kaufen und diese bedarfsgerecht mahlen. Er sollte immer luftdicht, trocken und kühl gelagert werden. Zimtstangen halten sich ca. 1 Jahr. Das Pulver sollte innerhalb von 6 Monaten verzehrt werden.

Für mich ist dieses Superfood-Gewürz eine tolle Ergänzung im Müsli, Porridge, Smoothie, Tee oder als Zutat und Topping für Obstsalate, Kuchen und Gebäck.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

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