Ernährung
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„Superfood Monday“ (15. Teil): Weizengras

Heut dreht sich alles um das „Supergreen“ Weizengras.

Wo kommt das Superfood her?

Der Weizen gehört zu den Süßgräsern der Gattung Triticum aestivum. Das Wort Weizen leitet sich vom Wort „weißes Mehl“ ab. Er wird ca. 0,5 bis 1 Meter hoch. Weizengras selbst sieht wie gewöhnliches Gras aus und ist der Saft von den jungen Trieben bzw. Keimlingen. Hierzu werden diese bereits nach wenigen Tagen – wenn das Gras eine Höhe von 10 bis 15 cm hat – geerntet und entweder bei Raumtemperatur schonend getrocknet und zu einem feinen Pulver gemahlen oder nach der Ernte direkt frisch gepresst.

Weizengras ist in der Alternativmedizin ein oft eingesetztes Mittel zur Bekämpfung verschiedener Krankheiten. Im Gegensatz zu den Weizenkörnern enthalten die Keimlinge kein Gluten. Auch aus den Keimlingen von Dinkel und Gerste lässt sich Saft herstellen. In diesem Beitrag wird jedoch nur auf Weizengras eingegangen.

Was steckt drin?

Weizengras ist reich an Chlorophyll (70%), Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen. Bereits 100 Gramm Weizengras enthalten mehr Vitalstoffe als 3 kg grünes Blattgemüse:

  • 60-mal mehr Vitamin C als Orangen
  • 50-mal mehr Vitamin E als Spinat
  • 11-mal mehr Calcium als Rohmilch
  • 5-mal mehr Eisen als Spinat
  • 5-mal mehr Magnesium als Bananen
  • 24%igen Eiweißgehalt (doppelt so hoch wie in Eiern und 8-mal soviel wie in Kuhmilch)
  • verfügt über ideale Zusammensetzung essentieller und nicht-essentieller Aminsäuren und hohen Gehalt an Antioxidantien
  • enthält wertvolle B-Vitamine, Beta-Carotin, Kalium, Mangan, Natrium, Phosphor, Selen und Zink

Was kann nun Weizengras? Es:

  • wirkt entzündungshemmend (bspw. Blasenentzündung, Infektionen, rheumat. Schmerzen) und verbessert die Wundheilung (bspw. chron. Hauterkrankungen)
  • hat regenerierenden Effekt auf die DNA (bspw. nach Röntgenstrahlung)
  • lindert chronische Darmerkrankungen und regt die Verdauung an
  • setzt freie Radikale außer Gefecht (bspw. Zigarettenrauch, Abgase und Luftverschmutzungen)
  • verlangsamt Zellalterung
  • hat Anti-Aging-Wirkung: verbessert Spannkraft und Elastizität der Haut; fördert gesunde und strahlende Haut
  • steigert Sättigungsgefühl und reduziert Fettzellen
  • unterstützt beim Aufbau und Regenration der Muskeln (auch Herzmuskulatur)
  • Chlorophyll regt Bildung neuer Blutzellen an und verbessert so die Sauerstoffversorgung, weiterhin regt es den Entgiftungsprozess in der Leber an (schwemmt Schwermetalle und Ablagerungen von Medikamenten aus den Körper; im Tierversuch wurde Chlorophyll angeblich eine tumorhemmende Wirkung nachgewiesen)
  • alkalisierender Effekt bringt Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht und reduziert unangenehme Körpergerüche
  • reguliert den Blutdruck sowie den Blutzucker- und Cholesterinspiegel
  • kurbelt den Stoffwechsel an
  • steigert das allgemeine Wohlbefinden, liefert (Lebens-) Energie und reduziert Trägheit

Wie kann man Weizengras verwenden?

Da Weizengras eine stark entgiftende und reinigende Wirkung hat, sollte die Einnahme langsam begonnen und später evtl. erhöht werden. Anzeichen einer Entgiftung sind Pickel auf der Haut oder unangenehme Körpergerüche. Diese Auswirkungen nehmen nach einer gewissen Zeit ab und die positiven o.g. Wirkungen sind spürbar. Bei der richtigen Dosierung treten grundsätzlich keine Nebenwirkungen auf. Überdosierungen können die o.g. Entgiftungsanzeichen verstärken und sich durch Kopfschmerzen oder allergische Reaktionen äußern. Bei allergischen Reaktionen unbedingt die Dosis herunterfahren und den Verzehr unter professioneller Aufsicht durchführen.

Bei einer Kur genügt für den Anfang 1 TL Weizengraspulver auf 1/2 Glas Wasser pro Tag. Dies sollte man ungefähr 1 Woche beibehalten und erst danach auf bis zu 3-mal täglich erhöhen.

Weizengras lässt sich vielseitig einsetzen und kann bei uns in Saft-, Pulver-, Tabletten-, oder Kapselform in vielen Reformhäusern oder Bioläden erworben werden. Aber auch das Internet bietet ein umfangreiches Angebot. Wichtig, wie auch bei anderen Superfoods, sind folgende Punkte, die beim Kauf beachtet werden sollten: 100% biologisch angebaut und zertifiziert, schonende Trocknung der Gräser, frei von Zusatz-, Füll- und Süßstoffen, frei von Pestiziden und Schwermetalle.

Vom Geschmack her ist Weizengras- (Saft oder Pulver) sehr intensiv, kräftig, leicht bitter und etwas gewöhnungsbedürftig. Ich gebe das Weizengras-Pulver ganz gern in meinen Smoothie oder trinke es als „shot“ zwischendurch, für eine Extra-Portion Energie.

Weizengras kann auch zu Hause angebaut werden. Konkrete Anleitungen findest du im Internet. Wenn der Anbau geklappt hat, lässt sich dann daraus recht einfach Weizengras-Saft herstellen. Frischer geht es kaum noch.

Neben der Einnahme als Getränk, bietet Weizengras-Saft noch weitere Anwendungsgebiete:

  • auf die Haut tupfen als Gesichtswasser
  • auf die (Kopf-) Haut vorsichtig reiben bei Juckreiz, Schuppen, Sonnenbrand, Verbrennungen, Schürfwunden, Insektenstiche, Fußpilz oder Ausschlägen
  • ins Badewasser mischen und Nährstoffe auf die Haut aufnehmen
  • als Spülung bei Zahnschmerzen oder Verwendung als Mundwasser
  • zur Inhalation bei Erkältungen
  • als Entspannung für müde Augen (Wattepad tränken und zum Kühlen auf Augen legen)

Kennst du Weizengras? Wie sind deine Erfahrungen?

Mein erster „shot“ war 2013 auf Bali und sehr gewöhnungsbedürftig. Aber mittlerweile liebe ich den kräftigen Geschmack.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

P1150662

 

10 Kommentare

  1. Ein schöne Zusammenstellung. Ich habe mich letzten Jahr mit dem Thema auseinander gesetzt, weil ich nicht wusste ob ich Weizengras oder Gerstengras kaufen soll. Schlussendlich hat Gerstengras aufs Ganze gesehen noch mehr zu bieten als Weizengras, deswegen habe ich es gekauft. Ich nehme es jetzt immer im Smoothie und habe mich relativ schnell an den Geschmack gewöhnt..Ich denke es schmeckt ähnlich wie Weizengras;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Krisi,
      leider habe ich Gerstengras noch nicht ausprobiert. Aber ich vermute auch, dass es ähnlich schmeckt. 😉
      Seit neuestem teste ich Brennnessel aus. Auch sehr lecker.
      Liebe Grüße
      Steffi

      Gefällt mir

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