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„Superfood Monday“ (19. Teil): Vanille

Heute heißt es bei Wohlfuehlkost bereits zum 19. Mal „Superfood Monday“. Dieses Mal dreht sich alles um die Königin der Gewürze, die allerorts beliebte Vanille.

Gerade zur Weihnachtszeit hat die Vanille ihre Hochzeit, aber auch unterjährig steht sie bei vielen auf dem Speiseplan. Ob im Pudding, Kuchen, Gebäck oder anderen Leckereien, die Vanille verleiht vielen Gerichten ein einzigartiges Aroma, das viele kennen. Doch ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften kennt kaum jemand.

Wo kommt das Superfood her?

Die echte Vanille wird aus den Schoten der Orchideen-Gattung Vanilla gewonnen. Diese Gattung umfasst über 100 Arten, wobei 15 davon aromatische Vanilleschoten liefern. Die wichtigste Art ist die Vanilla Planifolia, die Gewürzvanille. Ursprünglich stammt sie aus Mexiko und Südamerika. Heute wird sie aber auch in Madagaskar, Ile Bourbon (dem Namensgeber für Bourbon-Vanille und heutigen La Réunion) sowie anderen Inseln im Indischen Ozean angebaut. Weiterhin sind bei uns noch die Tahiti- und die Guadeloupe-Vanille bekannt. Diese finden hauptsächlich in der Kosmetik-, Parfüm- oder Spirituosenindustrie ihre Verwendung.

Die Vanille ist eine lichtnährende Pflanze. Das heißt, sie kann nur von Luft und Feuchtigkeit überleben. Sie gehört zu den kostbarsten Gewürzen und Heilpflanzen der Welt. Die trompetenförmigen Blüten öffnen sich nur an einem Tag und werden dann in Mittelamerika von den Bienen und Kolibris bestäubt. In den anderen Anbauländern muss dies per Hand und feinen Pinseln durchgeführt werden, da die nötigen Insekten dort nicht leben. Deshalb ist Vanille auch so besonders und die Herstellung so aufwendig. Die Schoten sind im unreifen Zustand grün und relativ geschmacksneutral. Sie können erst wenn sie schwarz-braun und biegsam sind und nach der Fermentation verzehrt werden. Erst mit den enzymatischen Reaktionen werden die typischen Aromastoffe freigesetzt.

Bereits die Azteken und Mayas verehrten dieses „Superfood“ und sprachen ihm magische Kräfte zu. Dort ist es seit Jahrhunderten unverzichtbar in der Hausapotheke und Küche. Die Spanier brachten dann im 17. Jahrhundert die Pflanze mit nach Europa. In der feinen Gesellschaft von Frankreich und Spanien wurde sie als Getränk (Mischung aus Kakao und Vanille) verzehrt.

Der spanische Name „Vainilla“ bedeutet übersetzt „kleine Schote“.

Was steckt drin?

Der dominierende Stoff in der Vanille ist Vanillin. Im getrockneten Zustand enthält sie dann ca. 1,5 – 3 Prozent davon. Weitere Inhaltsstoffe sind: ätherische Öle, Vanillinsäure, Vanillyalkohol, Piperonal, Harze, Gerbstoff, Fett, Enzyme und Schleim. Seit jeher ist Vanille eines der begehrtesten Gewürze weltweit. Sie wird auch als Heil- und Arzneimittel verwendet. Vom 17. bis weit ins 19. Jahrhundert konnte man verschiedene Mixturen, Tinkturen, Salben, Aufgüsse oder Pulver in der Apotheke käuflich erwerben. Doch wie wirkt die Vanille genau?

  • der Aromastoff Vanillin wirkt nach Trocknung und Fermentation stark antioxidativ, d.h. freie Radikale werden abgefangen und Zellen geschützt
  • hat eine aphrodisierende Wirkung und dient zur allgemeinen Kräftigung des Organismus
  • ist ein antimikrobielles und entzündungshemmendes Fungizid, d.h. Pilze werden abgetötet, bei Neurodermitis und anderen Hautkrankheiten konnten bereits Besserungen erzielt werden
  • wirkt stimmungsaufhellend, belebend und entspannend
  • lindert Angstzustände, Depressionen und Schlafstörungen
  • kann bei morgendlicher Übelkeit in der Schwangerschaft hilfreich sein (Gemisch aus Kurkuma und Vanille)
  • steigert die Leistungsfähigkeit und körperliche Ausdauer
  • äußerlich aufgetragen wirkt Vanille antiseptisch (d.h. bei Wunden soll sie das Risiko einer Infektion senken)

Sie soll ebenfalls sehr gut anzuwenden sein bei: Gallen-, Potenz- und Verdauungsschwäche sowie Rheuma.

Wie kann man das Superfood verwenden?

Beim Erwerb sollte man auch hier immer auf Qualität achten. Sie sollte ebenfalls aus kontrolliert biologischen Anbau stammen und frei von jeglichen Zusatzstoffen sein. Da der weltweite Bedarf die jährliche Produktion von 1.000 Tonnen weit übersteigt, wird der Großteil zur Deckung des Bedarfs nur noch synthetisch hergestellt. Das sind ca. 12.000 Tonnen Vanillin. Jedoch hat die echte Vanille mit der synthetisch hergestellten Form Vanillin nichts gemein. Synthetische Vanille ist ein beliebtes Aroma in vielen Produkten (Süßwaren, Eis, Joghurts, u.v.m.). Steht aber im Verdacht die Nerven und das Erbgut zu schädigen.

Der sehr aufwendige Anbau und die Verarbeitung von echter Vanille rechtfertigen den hohen Preis. Man kann sie als Schote im Glasröhrchen oder als Pulver käuflich erwerben.

Echte Vanille kann sehr vielfältig eingesetzt werden. Ob in warmen oder kalten, herzhaften oder süßen Speisen. Das Gewürz gibt vielen Speisen das richtige Aroma. Ich benutze die Bourbon-Vanille aus der Mini-Mühle und streue mir immer etwas davon übers Müsli, Porridge, Obstsalat oder Smoothie. Die Handhabung ist einfach und das Aroma bleibt bis zum Schluss geschützt.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

P9960549

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