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„Superfood Monday“ (22. Teil): Ingwer

Dieses Mal steht die Wunderwurzel Ingwer im Mittelpunkt.

Wo kommt das Superfood her?

Der Ingwer (Zingiber officinale) gehört zu der Familie der Ingwergewächse und wird auch Ingber oder Ingwerwurzel genannt. Die Heimat des Ingwers ist nicht hundertprozentig bekannt. Man nimmt an, dass die Pflanze ihren Ursprung auf den pazifischen Inseln hat. Heute wird sie in den Tropen und Subtropen, vorrangig in den Ländern Indien, Indonesien, Vietnam, China, Südamerika, Australien, Nigeria, aber auch Japan sowie Frankreich angebaut, wobei China der größte Exporteur ist.

Die Pflanze selbst kann bis zu 1,50 Meter hoch werden und sieht schilfartig aus. Das Wurzelstück, das Ingwer-Rhizom, ist der uns bekannte frische Ingwer und wird als Küchengewürz oder Arznei verwendet. Vom Äußeren her ist die Wurzel bräunlich-beige und im Inneren meist gelb, kann aber auch weiß oder rot sein. Die Struktur von frischen Ingwer ist faserig fest und der Geschmack würzig – scharf – brennend.

Gerade in Süd- und Ostasien ist er bereits seit Tausenden von Jahren bekannt. Arabische Händler brachten die Wurzel in der Antike dann mit nach Europa.

Was steckt drin?

Ingwer besteht aus über 150 verschiedenen Inhaltsstoffen und hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Gerade in der indischen (ayurvedischen), traditionellen chinesischen und japanischen Medizin wird die kleine Wunderwurzel sehr erfolgreich eingesetzt. Ingwer enthält u.a.:

  • zahlreiche Antioxidantien, diese schützen die Zellen vor freien Radikalen
  • ätherische Öle und Scharfstoffe: Gingerol (Polyphenol) – ist größtenteils für die heilende Wirkung verantwortlich; Zingeron (durch Kochen des Ingwers Umwandlung von Gingerol in Zingeron; weniger wirksam); Shogaole (durch Trocknen verändert sich Gingerol in Shogaol, verstärkt die Wirkung von Ingwer)
  • wertvolle Vitamine: B3, B5, B6, E, Folsäure, Riboflavin
  • Mineralstoffe: Calcium, Eisen, Kalium, Kupfer, Mangan, Magnesium, Phosphor, Silicium, Zink

Die Ingwerwurzel kann viele Leiden lindern oder bei der Behandlung unterstützend wirken:

  • bei Schwangerschaftsübelkeit, Übelkeit durch Chemotherapien oder bei Reisekrankheit
  • bei Erkältungen und grippalen Infekten
  • bei Schmerzen, Magen-, Kopf-, Muskelschmerzen und Menstruationsbeschwerden
  • bei Blähungen und Krämpfen
  • bei Magen- und Darmbeschwerden
  • bei chron. Husten oder Bronchitis
  • bei Arthrose, Arthritis, und Rheuma
  • bei Darm- und Magenkrebs

Ingwer wirkt positiv auf das Immunsystem, regt die Gallensaftproduktion und kurbelt die Fettverbrennung an, wirkt gegen das Bakterium E.coli, ist stark antiemetisch, entzündungshemmend und hat eine schmerzstillende Wirkung, fördert die Wundheilung, verbessert die Durchblutung und wärmt den Körper, kurbelt den Stoffwechsel an, hilft bei der Regulation des Blutzuckerspiegels und kann Heißhungerattacken verhindern, ist gut anzuwenden bei Verdauungsproblemen und als Aphrodisiakum, kann die Entwicklung des grauen Stars bei Diabetikern verlangsamen bzw. verhindern und wirkt beruhigend bei Stress, reduziert Ängste und Müdigkeitserscheinungen.

Achtung: Ingwer kann eine blutverdünnende, blutdruck- sowie blutzuckersenkende Wirkung haben. Sollten hier Präparate eingenommen werden oder ist es zu großen Blutverlusten bspw. bei der Geburt gekommen, bitte vor der Einnahme den Arzt konsultieren. Auch Menschen mit Blutgerinnungsstörungen sowie vor geplanten Operationen oder Narkosen sollten sich vorab mit dem zuständigen Arzt abstimmen.

Es kann bei Überschreitung der täglichen Dosierungsempfehlung zu Nebenwirkungen wie Sodbrennen, Durchfall oder Reizungen im Mund kommen. Kinder unter 2 Jahren sollten auf den Verzehr verzichten. Bei einem Erwachsenen sind etwa 1 Teelöffel frischer Ingwer unbedenklich. Schwangere sollten sich auf etwa 1/4 frischem Teelöffel täglich beschränken, da enthaltende Wirkstoffe Wehen auslösen könnten.

Wie kann man das Superfood verwenden?

In Asien ist die würzig scharfe Wurzel vom täglichen Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Aber auch bei uns wird sie nach und nach beliebter. Es gibt die frische Ingwerwurzel in fast jedem Supermarkt zu kaufen. Aber auch in getrockneter oder eingelegter Form, als Pulver oder Kapseln ist sie im Handel vertreten. Bitte achte auch hier ebenfalls immer auf die Herkunft. Die Ingwerprodukte sollten immer frei von Schadstoffen und Zusatzstoffen sein.

Ingwer kann man ganz einfach in Getränken oder Speisen hinzufügen. Ob als Tee mit heißem Wasser übergossen, in den morgendlichen Smoothie oder als Gewürz für Curries oder Gebäck. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Frischer Ingwer sollte kühl, dunkel und trocken aufbewahrt werden. Am besten in das Gemüsefach vom Kühlschrank legen und evtl. mit einem Papiertuch umwickeln, da er Feuchtigkeit verliert. So hält er sich locker 3 Wochen. Im Gefrierfach kann die Haltbarkeit auf bis zu 6 Monate verlängert werden, aber eingefrorener Ingwer kann auch seine wertvollen Wirkstoffe verlieren.

Ich mag Ingwer sehr und habe immer ein Stück frische Wurzel daheim. Hier gebe ich dann immer etwas davon in meinen Smoothie oder trinke ihn frisch aufgebrüht mit heißem Wasser als Tee.

Wie sind deine Erfahrungen mit Ingwer? Liebst du diese Wunderwurzel oder kannst du ihr nichts abgewinnen? Ich bin gespannt auf dein Kommentar.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

P9950924

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