Ganzheitliche Tipps

Kraftpakete aus der Natur: Die Kokosnuss

Heute dreht sich alles um die „Wunderwaffe“ für Gesundheit und Schönheit – die Kokosnuss.

Wo kommt die Kokosnuss her?

Die Kokos- bzw. Kokosnusspalme (Cocos nucifera) gehört zur Familie der Palmengewächse und wird bereits seit über 3.000 Jahren angebaut. Ihren Ursprung hat sie wahrscheinlich auf einer tropischen Inselgruppe im südwestlichen Stillen Ozean, in Melanesien. Über die Strömung konnten die Kokosnüsse tausende Kilometer auf der Wasseroberfläche treiben, an Land gespült werden und so in anderen Ländern Wurzeln schlagen, denn bis zu 100 Tage im Salzwasser beeinträchtigen ihre Keimfähigkeit nicht.

Die Kokospalme kann bis zu 30 Meter hoch und die Blätter bis zu 5 Meter lang sowie 1 Meter breit werden. Im Vergleich zur beachtlichen Höhe ist die Palme im Durchschnitt nur 30-40 Zentimeter dünn. Sie trägt das ganze Jahr Früchte. Die sogenannten Kokosnüsse sind jedoch keine Nüsse, sondern Steinfrüchte.

Die Kokospalme liebt feuchtwarme tropische Temperaturen und das Licht. Heutige Hauptanbaugebiete sind die tropischen Gebiete in Afrika, Dominikanische Republik, Indonesien, Indien, Malaysia, Mexiko, Philippinen, Sri Lanka, Südamerika, Thailand und Vietnam.

Was steckt drin?

Die Kokosnuss besteht zu 45% aus Wasser, ein gutes Drittel sind Fette, ca. 10% sind Ballaststoffe, der Rest sind Zucker, Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine. Die wichtigsten davon sind: Calcium, Chlor, Eisen, Kalium, Jod, Magnesium, Natrium, Mangan, Selen, Kupfer, Phosphor, Schwefel, Zink und die Vitamine C, B1, B2, B4, B6 und E.

Obwohl die Fette hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren bestehen, sind sie sehr leicht verdaulich und spenden rasch Energie. Im Gegensatz zu den Fettsäuren aus tierischen Nahrungsquellen, sind die der Kokosnuss nämlich mittelkettig und somit kürzer. Die Belastung für Leber und Gallenblase ist deutlich geringer, sodass vor allem Menschen mit Verdauungs-, Leber- oder Gallenblasenbeschwerden beim Verzehr von Kokosprodukten profitieren können.

Diese o.g. Inhaltsstoffe wirken auf den Organismus:

  • entwässernd und anregend auf die Nierentätigkeit
  • fördern die Verdauung
  • unterstützen das Immunsystem und die Verjüngung von Innen heraus
  • äußerst energiespendend (rasch und konstant)
  • appetitsenkend
  • verbessernd auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit, das Erinnerungsvermögen
  • stimulierend auf die Schilddrüse

Speziell dem Kokosfett bzw. -öl wird nachgesagt, dass es

  • bei der Normalisierung des Cholesterin- und Blutzuckerspiegels unterstützt
  • die Leber vor Alkoholschäden schützt
  • den Stoffwechsel anregt und bei der Abnahme hilft
  • antibakteriell, antiviral und pilzhemmend wirkt (v.a. können hier Menschen mit Candida oder Schuppenflechte profitieren)
  • Zell- und Erbgutschäden aufgrund freien Radikalen reduziert
  • die menschliche Gesundheit im Allgemeinen stärkt und das Stressempfinden verringert
  • aufgrund der gesättigten Fettsäuren die Haut pflegt, ohne sie zu belasten (macht sie butterzart, verbessert die Hautdurchblutung, mindert Fältchen und Alterserscheinungen, strafft sie, reduziert Tränensäcke und hilft dabei länger braun zu bleiben)
  • die Fähigkeit des Körpers erhöht, antioxidativ wirkende und essentielle Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen (d.h. bei der Einnahme von Lein- oder Hanfsamen auch zusätzlich Kokosöl essen/trinken)

Wie kann man die Kokosnuss verwenden?

Die Kokosnuss besteht aus vielen Schichten:

  1. Äußere Schicht: lederähnlich, wasserundurchlässig, wird bei der Ernte entfernt
  2. Dicke Faserschicht: wird ebenfalls vor dem Export abgeschält, um Transportplatz zu sparen
  3. Harte und uns bekannte dunkelbraune Schale ist die dritte Schicht
  4. Weißes Fruchtfleisch: innerhalb der Schale, wird von einer dünnen, braunen Haut umgeben
  5. Hohlraum: mit Kokoswasser gefüllt

Die Kokosnuss wird vielseitig verwendet. Aus dem Fruchtfleisch können Raspeln, Öl, Mus, Créme oder die bekannte Kokosmilch gewonnen werden. Diese Stoffe können entweder als Zutaten für Gerichte dienen oder aber auch pur und roh verzehrt werden. Das Aroma ist angenehm mild und süßlich schmeckend. Weitere Produkte der Kokospalme sind Kokosblütenzucker oder Palmherzen.

Kokosöl/ -fett ist äußerst hitzebeständig und eignet sich hervorragend zum Braten, Backen und Kochen. Aber auch in der Naturkosmetik, d.h. in der Haar- oder Hautpflege kommt es zum Einsatz. Kokosöl ist ein hervorragender Feuchtigkeitsspender.

Die harten Kokosschalen werden ebenfalls weiterverarbeitet, bspw. als Trinkgefäße, Schalen oder als Brennstoff. Aus den Kokosfasern lassen sich Teppiche und andere Textilien herstellen. Das Holz der Stämme dient für den Bau von Hütten, Schiffbau oder Möbeln.

Das Kokoswasser ist die klare Flüssigkeit im Inneren der Kokosnuss und wird in den Anbauländern auch als Trinkwasserersatz verwendet. Solange die Nuss verschlossen ist, ist das Kokoswasser keimfrei. Bis zu einem Liter Flüssigkeit steckt drin. Je reifer die Nuss, desto weniger Wasser enthält sie.

Der Unterschied zwischen Kokosmilch und Kokoswasser ist, dass die Kokosmilch dadurch entsteht, indem das weiße Fruchtfleisch mit heißem Wasser püriert und anschließend durch ein Tuch gepresst wird. Im Gegensatz zum Kokoswasser, das mit nur 0,2 Prozent Fett zu den fettarmen Lebensmitteln zählt, enthält die fertige Kokosmilch ungefähr 21 Prozent Fett.

Kokoswasser oder Kokosöl eignen sich auch gut für die Zahn- und Zahnfleischpflege – zum Ölziehen. Schädliche Bakterien werden abgetötet und der pH-Wert des Mundraums normalisiert.

Die richtige Lagerung:

Da Kokosöl zu den gesättigten Fettsäuren gehört und sehr formstabil ist, muss es nicht im Kühlschrank gelagert werden. Kokoswasser, -milch und auch -creme dagegen schon.

Verzehrhinweise:

  • Menschen mit zu hohem Kaliumspiegel sollten auf Verzehr verzichten
  • junge Kokosnüsse in weißer Hülle sind besonders frisch, hier bitte auf die Herkunft achten (möglichst Fair-Trade) und nur beim Händler des Vertrauens bestellen
  • Kokosfleisch aus der ganzen Nuss ist am nährstoffreichsten
  • Kokosraspeln sind oft mit Schimmelgiften belastet und sollten nicht verzehrt werden
  • Kokosöl in Bioqualität verwenden
  • Kokosmus sollte ohne Zusatzstoffe und Zucker sein; Gläser sind gegenüber Plastikverpackungen zu bevorzugen, da Plastik ihre Schadstoffe an das Produkt abgeben können

Stay happy, healthy & in balance

Steffi