Ganzheitliche Tipps

Kraftpakete aus der Natur: Die Mandel

Wo kommt das Superfood her?

Der Mandelbaum gehört zur Familie der Rosengewächse und kann bis zu 8 Meter hoch werden. Ursprünglich stammt er höchstwahrscheinlich aus Südostasien und wird bereits seit ca. 4.000 Jahren kultiviert. Deren Früchte, besser gesagt Steinfrüchte, sind die uns bekannten Mandeln. Man unterscheidet hierbei zwischen der Süßmandel, der Krachmandel und der Bittermandel. Letztere sind für den Rohgenuss nicht geeignet, da sie eine blausäureerzeugende Verbindung enthalten. Die Mandeln werden von einer harten Schale umhüllt, haben selbst eine braune Hülle und sind im Inneren weiß. Von der Größe her sind sie ca. 1 cm breit und 2 cm lang.

Seit vielen hundert Jahren gilt die Mandel in den subtropischen Ländern als wichtiges Lebensmittel und trägt dabei zur Deckung des täglichen Proteinbedarfs bei. Es gibt auch viele Bräuche und genauso viele Mythen rund um die Mandeln. Die sogenannten Hochzeitsmandeln haben ebenfalls eine lange Tradition. Schon die Römer ließen sie auf Brautpaare regnen, um sie mit Fruchtbarkeit zu segnen. Und auch heute noch werden gezuckerte Mandeln bei Hochzeiten durch das Brautpaar an die Gäste überreicht und stehen für das Bittere und Süße im Leben.

Derzeitige Anbaugebiete sind Kalifornien, der Mittelmeerraum sowie Pakistan und der Iran. Die Erntezeit ist von August bis in den Oktober hinein.

Was steckt drin?

Mandeln (selbstverständlich ohne Zuckerglasur) sind regelrechte Nährstoffpakete und bringen viele gesundheitsfördernde Eigenschaften mit:

  • Vitamin E: starkes Antioxidans – schützt vor freien Radikalen und schützt das Herz (bereits 1 Handvoll Mandeln decken den täglichen Vitamin E Bedarf)
  • B-Vitamine
  • wichtige Mineralien: Calcium, Eisen, Phosphor, Kupfer, Mangan, Magnesium, Zink, Selen
  • wertvolle Proteine (ca. 19%)
  • reich an gesunden Fettsäuren (ca. 54%; Großteil besteht hierbei aus einfach ungesättigten FS)
  • Ballaststoffe mit prebiotischen Eigenschaften (liefern Nahrung für die „guten“ Darmbakterien und sorgen für ein gesundes Magen-Darm-Milieu)

Mandeln können unterstützend wirken:

  • bei der Abnahme: ungesättigte Fettsäuren stillen den Appetit
  • in der Schwangerschaft: liefern wichtige Nährstoffe, u.a. Folsäure
  • bei Sodbrennen und bei Übersäuerung des Körpers: Neutralisation der Magensäure, da sie basisch wirken
  • bei geminderter Funktion des Nervensystems: sie erhöhen die Gehirnaktivität
  • bei Energiemangel: steigern Energieproduktion und erhöhen den Stoffwechsel
  • bei einem schwachen Immunsystem: stärken es, aufgrund basischer Wirkung und Vitamin E
  • bei Hautunreinigungen und Augenringen: Vitamin E schützt die Haut und sorgt für jugendliches Aussehen
  • bei Verstopfungen: Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und normalisieren den Stuhlgang
  • bei Diabetes: schützen davor; Blutzuckerschwankungen werden gemindert
  • Vorbeugung von Osteoporose: Phosphor macht Zähne und Knochen widerstandsfähiger
  • bei Bluthochdruck: regulieren den Blutdruck und verbessern Fließfähigkeit des Blutes
  • bei zu hohen Cholesterinwerten: senkende Wirkung aufgrund der sekundären Pflanzenstoffe

Zudem sind sie glutenfrei und damit eine gute Wahl für alle Menschen mit Zöliakie.

Wie kann man das Superfood verwenden?

Mandeln können roh als ganze Kerne (geschält oder ungeschält), fein gehackt, gemahlen, als Püree, Mus oder Drink verzehrt werden. Sie schmecken aber auch als Gebäckzutat, in Mehlspeisen oder gebrannter Form. Das feine Püree oder Mus kann auch Milch oder Sahne ersetzen und verfeinert Müslis, Smoothies, Saucen, Brotaufstriche, Dressings, Mayonnaisen, Suppen, Pralinen, rohe Kuchen oder dient als Bestandteil für eine gesunde „Nussaufstrich“-Variante.

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass keine Aromen, Farb- und Konservierungsstoffe, Zucker, Soja, Weizen oder andere Zusätze enthalten sind. Besser ist es ganze und ungeschälte Mandeln zu erwerben, da diese nicht so anfällig für Schimmelpilze sind. Anhand des Schütteltests kann die Frische festgestellt werden. Wenn es in der Schale klappert, dann ist die Mandel schon alt, geschrumpft und nicht mehr frisch. Die Schale sollte trocken sein und keine Schimmelbildung aufweisen. Selbstverständlich sollten sie auch aus kontrolliert biologischen Anbau stammen und während der Herstellung keine Temperaturen über 40-45 Grad ausgesetzt worden sein. Nur so können die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Da der Name Milch ein geschützter Begriff ist, sind Pflanzen-„Milch“-Erzeugnisse unter dem Begriff „Drink“ im Einzelhandel erhältlich. Hierzu gehört auch der Mandel-Drink.  Gerade der Mandel-Drink lässt sich zu Hause ganz einfach selbst herstellen.


Mandel-Drink-Rezept

Das brauchst du dafür:

  • 1 Handvoll Mandeln
  • 500 ml Wasser
  • optional: Vanille, Zimt, Datteln

Anleitung:

  1. Die Mandeln über Nacht in Wasser einweichen.
  2. Einweichwasser wegschütten und die Mandeln im Hochleistungsmixer mahlen.
  3. Wasser hinzugeben und weiter mixen bis milchige Flüssigkeit entsteht
  4. Bei Bedarf Datteln, Zimt oder Vanille zum Süßen und Würzen dazugeben und nochmals mixen bis eine schaumige „Milch“ entsteht.
  5. Für eine feinere Konsistenz: Den Mandel-Drink mit den Mandelresten durch ein Passiertuch abgießen und ordentlich auspressen. Die Nussreste können dann getrocknet und später zum Backen genommen oder übers Müsli gestreut werden.

Wer keinen Hochleistungsmixer hat, kann anstelle von frischen Mandeln auch auf Mandelmus oder -püree (ca. 3 EL) zurückgreifen.

Dieser selbstgemachte Mandel-Drink – ganz ohne Zusatzstoffe – ist dann ca. 3-4 Tage in einem luftdicht verschlossenen Gefäß im Kühlschrank haltbar.


Stay happy, healthy & in balance

Steffi

 P9990841