Ganzheitliche Tipps

Kraftpakete aus der Natur: Der Knoblauch

Wo kommt die Knolle her?

Der Knoblauch ist eine Kulturpflanze, gehört zur Gattung des Lauchs und ist bei vielen – vor allem in der mediterranen Küche – eine sehr beliebte Zutat, die den Gerichten erst das gewisse Extra hinzufügt. Die Heimat des Ur-Knoblauchs ist wohl Zentral- und Südasien. Über das Mittelmeer brachte man ihn dann mit nach Europa und schon vor Jahrtausenden galt er bei den Ägyptern, Griechen und Römern als Stärkungs- und Heilmittel. Beispielsweise beim Bau der Pyramiden von Ägypten sollen die Arbeiter mit Knoblauch versorgt worden sein, um ihre Kräfte zu erhalten. Und auch als Beigabe für die Pharaonengräber wurde die heilige Pflanze genutzt.

Im Gebiet des heutigen Deutschlands wurde er dann ab dem 8. Jahrhundert in den Klöstern kultiviert und von dort dann weiter verbreitet. Im Mittelalter wurde der Knoblauch wohl auch als Mittel gegen die Pest eingesetzt.

Es gibt bei uns den Winter- und den Sommerknoblauch. Der Winterknoblauch wird im Herbst (September bis Oktober) angepflanzt. Der Sommerknoblauch wird im Frühjahr gepflanzt. Man kann ihn dann entweder nach einem Jahr oder 2 Jahren ernten. Der 2-jährige Knoblauch ist meist größer. Von der Qualität sind beide ähnlich.

Was steckt drin?

Der Knoblauch ist reich an vielen Nährstoffen, die unser Körper zum Leben benötigt:

  • Antioxidantien
  • sekundäre Pflanzenstoffe (Phytonährstoffe)
  • Vitamine (B6 und C)
  • Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Kupfer, Mangan, Selen)
  • organische Schwefelverbindungen (u.a. Alliin – Vorstufe vom Allicin; typischer Geruch und Geschmack)

Vor allem dem Allicin wird eine bedeutende Wirkung zugeschrieben. Durch das Zerhacken von Knoblauch wird Alliin zu Allicin (chem. Reaktion eines Enzyms mit der Luft).

Den gesamten entzündungshemmenden, antibiotischen, krampflösenden und immunstärkenden Inhaltsstoffen in der Knoblauchzehe wird vieles nachgesagt, bspw. dass sie unseren Organismus vor:

  • freien Radikalen und vorzeitiger Hautalterung
  • Hautunreinheiten
  • Herzschwäche
  • Blutgerinnseln, Thrombosen und Schlaganfällen
  • Bluthochdruck
  • Arteriosklerose
  • zu hohen Blutfettwerten
  • Blähungen, Verstopfung, Durchfall
  • Magen- und Darmproblemen
  • Erkältungskrankheiten und anderen Infekten (die ohne Fieber einhergehen)
  • Harnwegsinfekte
  • Ausbreitung von Tumoren
  • Leberverschleiß und Lungenschwäche
  • Immunschwäche
  • Parasiten, Würmer, Pilze, Viren und Bakterien
  • Allergien
  • Asthma
  • Appetitlosigkeit
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Warzen
  • u.v.m.

schützen können.

Die beste Wirkung erzielt man mit frischem Knoblauch. Da er jedoch auch eine blutverdünnende Eigenschaft hat, sollten nicht mehr als 4 Zehen pro Tag verzehrt werden. Diabetiker und Herzpatienten wird empfohlen den Verzehr mit dem zuständigen Arzt vorab zu besprechen, da auch Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten auftreten können. Das heißt auch hier gilt wieder einmal das Motto: „Die Dosis macht das Gift.“ Wer natürlich eine Abneigung gegen Knoblauch hat, sollte ihn ebenfalls meiden.

Wie kann man das Superfood verwenden?

Bei uns gibt es den Knoblauch als ganze Knolle, als Pulver, als Paste oder Kapsel. Die Knolle sollte daheim an einem dunklen, kühlen und vor Feuchtigkeit geschützten Ort gelagert werden. So bleibt sie dann auch über mehrere Woche frisch. Sie kann auch in Öl eingelegt oder im Sommer dann ins Gemüsefach vom Kühlschrank gelegt werden. Die fertige Paste gehört zur Aufbewahrung ebenfalls in den Kühlschrank und das Pulver kann im Vorratsschrank stehen.

Beim Einkauf sollte immer auf Qualität und Herkunft geachtet werden. In einigen Ländern wird Knoblauch gebleicht und mit dem hochgiftigen Pestizid Methylbromid begast. Ich greife hier ausschließlich zu regionalem Bio-Knoblauch.

Der Knoblauch lässt sich sehr vielseitig in der Küche verwenden und zaubert in fast jedes Gericht eine tolle Schärfe. Das Allicin kann seine gesundheitlichen Wirkungen im Körper am besten entfalten, wenn der Knoblauch ganz zum Schluss zum Essen gegeben und nicht mit gekocht wird. Denn beim Kochen wird das Allicin zerstört.

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