Ernährung
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„Superfood Monday“ (31. Teil): Chili(schote)

Die Chili ist als echter Scharfmacher bekannt. Aber was die Heilpflanze noch so an gesundheitsfördernden Eigenschaften mitbringt, verrate ich dir im heutigen „Superfood Monday“ Blog-Post.

Wo kommt das Superfood her?

Die Chili gehört zur Gattung der Paprika in der Familie der Nachtschattengewächse. Ihr Ursprung liegt in Mittel- bzw. Südamerika. Bei Ausgrabungen in Mexiko konnte man Funde sicherstellen, die darauf hinweisen, dass Paprika (in der Wildform)  bereits 7.000 v.Chr. angepflanzt wurden. Durch die Seefahrten von Christoph Kolumbus (ab 1492) wurde die Paprika dann mit nach Europa gebracht und zuerst in Spanien angebaut. In der Kolonialzeit und durch den aufkommenden Welthandel breitete sich die Pflanze recht schnell in Afrika, im Nahen Osten, Südostasien, Japan, Indien und Thailand aus und wurde in vielen Ländern ein fester Bestandteil in der Küche.

Die kleinen scharfen Paprikaschoten werden bei uns als Chili(schoten), Peperoni, Pfefferoni oder Peperoncini bezeichnet. Die Schreibweise im Deutschen für Chili ist umstritten. Hier lassen sich folgende Formulierungen finden: Chili, Chilli, Chillie, Chilie, Chile oder Chille.

Was steckt drin?

Die Chili ist reich an Antioxidantien, Vitaminen A, C, Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Mangan, Phosphor, Zink sowie Flavonoide. Ihre Schärfe verdankt sie dem Inhaltsstoff Capsaicin. Dieser Stoff ist dafür verantwortlich, dass der Körper Glückshormone (Endorphine) ausschüttet und dabei auch Wärme empfindet. Die Gewebedurchblutung wird ebenfalls verbessert.

Den o.g. Wirkstoffen der Chili wird nachgesagt, dass sie:

  • antioxidativ (Schutz vor freien Radikalen)
  • antibakteriell
  • blutdruckregulierend
  • entzündungshemmend
  • durchblutungsfördernd
  • immunsystemstärkend
  • schmerzlindernd
  • verdauungsfördernd
  • cholesterinspiegelregulierend
  • als Aphrodisiakum wirken
  • den Stoffwechsel und die Fettverbrennung ankurbeln (Chilis erhöhen auch das Sättigungsgefühl)
  • sich positiv auf Diabetes auswirken
  • Kreislaufbeschwerden und Hautkrankheiten lindern

Die Medizin macht sich viele Effekte bereits zunutze, sodass Cremes, Salben und Pflaster den Wirkstoff Capsaicin bereits enthalten und so Muskelschmerzen und -verspannungen gelindert werden.

Es gibt darüber hinaus zahlreiche laufende Studien und Forschungen, die sich mit der Chili befassen. Hier wird bspw. die Wirksamkeit von Capsaicin in Sachen Herz-Kreislauf- sowie Krebserkrankungen, chronischen Entzündungskrankheiten und Migräne untersucht.

ACHTUNG:

Das scharf schmeckende Capsaicin kann im Mund, an Zunge, Rachen und bei den Ausscheidungsorganen ein starkes Brennen auslösen und Reizungen an den Schleimhäuten verursachen. Zur Linderung wird der Verzehr von Joghurt oder Milch empfohlen. Das in den Milchprodukten enthaltene Protein Casein verdünnt die Capsaicin-Konzentration. Das Capsaicin wird von den Nervenrezeptoren entzogen. Kontaminierte Chili-Finger sollten niemals in Kontakt mit den Augen kommen. Am Besten Handschuhe beim Kochen tragen. Und auch Kinder sollten den Chili-Schoten fernbleiben.

Sind schwerwiegende Erkrankungen bekannt, sollte der Verzehr mit dem Arzt im Vorfeld abgestimmt werden.

Wie kann man das Superfood verwenden?

Chilis gibt es in der frischen, getrockneten oder pulverisierten Form ganzjährig zu kaufen. Es gibt hunderte Sorten. Sehr bekannt sind bei uns: der rote Cayenne Pfeffer, die grünen Jalapenos und die Habanero, die gleichzeitig die Schärfste Chili ist.

Die frische und ungewaschene Chili bleibt eingewickelt in einem Papiertuch im Kühlschrank – im Gemüsefach – mindestens 1 Woche frisch. Wenn du magst, kannst du sie auch selbst in der Sonne trocknen und daraus Chili-Flocken oder Pulver herstellen. Diese Flocken oder Pulver sollten dann in einem verschlossenen Gefäß und NIEMALS in Plastiktüten (da Schimmelgefahr) und vor Sonne geschützt aufbewahrt werden.

Die Kerne und Scheidewände enthalten die meiste Schärfe. Hier kannst du beim Kochen den Schärfegrad sehr gut selbst regulieren. Chilis passen sehr gut zu Gemüsegerichten, Suppen, Currys, Dips oder einfach aufs Brot. Ich mag sehr gern die getrocknete Variante in Form von Chili-Flocken.

Gehört die Chili auch auf deinen Speiseplan? Ich freue mich sehr über deinen Kommentar hier im Blog.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

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7 Kommentare

  1. cadoe444 sagt

    Ich habe dieses Jahr bei einem Projekt „gemeinsam Gärtnern“ mitgemacht (bio-dynamisch). Da gab es viele tolle Sachen zu ernten, u.a. gelbe Chilischoten. Kleine Mengen im Salatdressing wärmen schön durch. Wenn ich (rohe) Tomatensoße mache, darf ein Stückchen Chili nie fehlen…
    Danke für den schönen Artikel – und ich liebe deine tollen Fotos!

    Gefällt 1 Person

  2. Ich liebe Chilis und mache sie eigentlich an so ziemlich alles dran, vor allem an asiatische Suppen, Salate und Currys. Schön zu lesen, dass sie obendrein noch fit halten. Mein scharfer Tip für heute : Som Tam (Papayasalat mit ordentlich vielen Schoten). Wohl bekomms!

    Gefällt 1 Person

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