Ganzheitliche Tipps

Kraftpakete aus der Natur: Der Pfeffer

Vor vielen Jahren noch ein Statussymbol, doch heute aus unser täglichen Küche nicht mehr wegzudenken – der Pfeffer. Es gibt kaum noch ein Essen, das nicht mit Pfeffer gewürzt wird.

Doch auch dieser Scharfmacher weit mehr als nur ein Gewürz. .

Wo kommt das Superfood her?

Die immergrüne Pfefferpflanze bzw. der Pfefferstrauch (Piper nigrum) – auch schwarzer Pfeffer, echter Pfeffer oder einfach nur Pfeffer genannt – gehört zur Familie der Pfeffergewächse. Die Farbe der Beerenfrüchte variieren je nach Erntestatus und können grün (= unreife Körner), schwarz (= grüne unreife Körner, die in der Sonne getrocknet und dadurch dunkel und schrumpelig wurden), weiß (= vollreifer Pfeffer, der von der Schale befreit wurde) oder rot (vollreifer, ungeschälter Pfeffer) sein.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Süd-Indien. Vor ca. 1.000 Jahren wurde sie dann mit nach Indonesien und Malaysia gebracht. Diese Länder gehören, neben Vietnam, Sri Lanka, Madagaskar und Brasilien, auch noch heute zu den Hauptanbaugebieten. In der Antike und mit dem Aufkommen des Gewürzhandels, wurde der Pfeffer dann vorrangig über den Landweg mit nach Europa transportiert. Er wurde in erster Linie dadurch bedeutsam, da durch ihn die Lebensmittel sehr lange haltbar gemacht werden konnten. Damals bereits war der Pfeffer ein Luxusartikel sowie Heilmittel zugleich.

Was steckt drin?

Seine Schärfe und das kräftig feurige Aroma erhält der Pfeffer durch Aromastoffe – wie bspw. ätherische Öle (Limonen, Sabinen, Caryophyllen, Safrol) – und enthaltende Scharfstoffe – wie z.B. Piperin. Die Aromastoffe befinden sich vor allem in der Schale und die Scharfstoffe sind im Kern sehr hoch vertreten. Das Piperin ist u.a. auch der Stoff, der sich sehr positiv auf unseren Organismus auswirkt. Diesem und weiteren Inhaltsstoffen werden nachgesagt, dass sie u.a.:

  • den Appetit, die Geschmacksnerven und den Stoffwechsel anregen
  • beim Ausschwitzen von Giftstoffen und Krankheiten unterstützen
  • bei Krämpfen, muskulären Verspannungen und rheumatischen Schmerzen helfen
  • die Nährstoffaufnahme von Selen, Beta-Carotin und B-Vitamine unterstützen
  • die Verdauung verbessern
  • sich positiv auf die Fettverbrennung auswirken
  • das Wachstum schädlicher Bakterien hemmen
  • sowie Hautunreinheiten, Erkältungen, Bronchitis, Halsschmerzen und Husten lindern und Fieber senken können

In der traditionellen indischen Ayurveda-Medizin wird Pfeffer zum „Aufheizen“ verwendet – gerade für Menschen, die leicht frieren – und auch gegen Herzprobleme, Hämorrhoiden oder Würmer eingesetzt. Und auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gilt der Pfeffer als Wundermittel.

Wie kann man das Gewürz verwenden?

Pfeffer ist bei uns in den unterschiedlichsten Varianten erhältlich. Ob gemahlen, als ganze Körner, geschrotet, grob gehackt, von mild bis feurig scharf, eingelegt, in Gewürzmischungen u.v.m. Pfeffer kann für fast jedes Gericht verwendet werden, auch Süßspeisen oder Früchten verleiht er ein tolles Aroma.

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Sorten, die leicht erkennbar an der Farbe sind. Der schwarze Pfeffer ist einer der schärfsten Sorten und wird meist für Suppen, Saucen, Marinaden, Salate und Fleisch verwendet. Der grüne Pfeffer wird nach der Ernte in einer Salzlake eingelegt, luft- oder gefriergetrocknet. Er ist sehr mild und eignet sich hervorragend für Erdbeeren, Suppen oder Saucen. Der weiße Pfeffer ist vor allem in der asiatischen Küche beliebt und wird bei uns oft für helle Saucen, Suppen, Fisch- oder auch Kartoffelgerichte empfohlen.

Exoten unter dem Pfeffer sind

  • der Bengalische- (auch unter dem Namen Langer- oder Stangenpfeffer bekannt),
  • der Tasmanische- (oder Bergpfeffer),
  • Paradieskörner (oder auch Guineapfeffer) und
  • der Szechuan-Pfeffer (auch unter dem Namen Japanischer oder Chinesischer Pfeffer im Handel).

Bitte auch hier jeweils auf die Qualität und Herkunft achten.

Pfeffer möchte dunkel, kühl und trocken gelagert werden. Da der gemahlene recht schnell sein Aroma verliert, kaufe ich nur ganze Körner. Diese können auch mitgekocht werden. Aber das Aroma entfaltet sich am besten, wenn der Pfeffer erst kurz vor dem Verzehr und ganz zum Schluss – möglichst am Tisch – zum Gericht dazu gegeben wird. So bleibt der intensive Geschmack und die Würzkraft erhalten.