Ernährung
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„Superfood Monday“ (32. Teil): Pfeffer

Vor vielen Jahren noch ein Statussymbol, doch heute aus unser täglichen Küche nicht mehr wegzudenken – der Pfeffer. Es gibt kaum noch ein Essen, dass nicht mit Pfeffer gewürzt wird.

Doch wie bereits in der letzten Woche die Chili, ist auch dieser Scharfmacher weit mehr als nur ein Gewürz. Was so alles drinsteckt, erfährst du im heutigen „Superfood-Monday“-Post.

Wo kommt das Superfood her?

Die immergrüne Pfefferpflanze bzw. der Pfefferstrauch (Piper nigrum) – auch schwarzer Pfeffer, echter Pfeffer oder einfach nur Pfeffer genannt – gehört zur Familie der Pfeffergewächse. Die Farbe der Beerenfrüchte variieren je nach Erntestatus und können grün (= unreife Körner), schwarz (= grüne unreife Körner, die in der Sonne getrocknet und dadurch dunkel und schrumpelig wurden), weiß (= vollreifer Pfeffer, der von der Schale befreit wurde) oder rot (vollreifer, ungeschälter Pfeffer) sein.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Süd-Indien. Vor ca. 1.000 Jahren wurde sie dann mit nach Indonesien und Malaysia gebracht. Diese Länder gehören, neben Vietnam, Sri Lanka, Madagaskar und Brasilien, auch noch heute zu den Hauptanbaugebieten. In der Antike und mit dem Aufkommen des Gewürzhandels, wurde der Pfeffer dann vorrangig über den Landweg mit nach Europa transportiert. Er wurde in erster Linie dadurch bedeutsam, da durch ihn die Lebensmittel sehr lange haltbar gemacht werden konnten. Damals bereits war der Pfeffer ein Luxusartikel sowie Heilmittel zugleich.

Was steckt drin?

Seine Schärfe und das kräftig feurige Aroma erhält der Pfeffer durch Aromastoffe – wie bspw. ätherische Öle (Limonen, Sabinen, Caryophyllen, Safrol) – und enthaltende Scharfstoffe – wie z.B. Piperin. Die Aromastoffe befinden sich vor allem in der Schale und die Scharfstoffe sind im Kern sehr hoch vertreten. Das Piperin ist u.a. auch der Stoff, der sich sehr positiv auf unseren Organismus auswirkt. Diesem und weiteren Inhaltsstoffen werden nachgesagt, dass sie u.a.:

  • den Appetit, die Geschmacksnerven und den Stoffwechsel anregen
  • beim Ausschwitzen von Giftstoffen und Krankheiten unterstützen
  • bei Krämpfen, muskulären Verspannungen und rheumatischen Schmerzen helfen
  • die Nährstoffaufnahme von Selen, Beta-Carotin und B-Vitamine unterstützen
  • die Verdauung verbessern
  • sich positiv auf die Fettverbrennung auswirken
  • das Wachstum schädlicher Bakterien hemmen
  • sowie Hautunreinheiten, Erkältungen, Bronchitis, Halsschmerzen und Husten lindern und Fieber senken können

In der traditionellen indischen Ayurveda-Medizin wird Pfeffer zum „Aufheizen“ verwendet – gerade für Menschen, die leicht frieren – und auch gegen Herzprobleme, Hämorrhoiden oder Würmer eingesetzt. Und auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gilt der Pfeffer als Wundermittel.

Wie kann man das Superfood verwenden?

Pfeffer ist bei uns in den unterschiedlichsten Varianten erhältlich. Ob gemahlen, als ganze Körner, geschrotet, grob gehackt, von mild bis feurig scharf, eingelegt, in Gewürzmischungen u.v.m. Pfeffer kann für fast jedes Gericht verwendet werden, auch Süßspeisen oder Früchten verleiht er ein tolles Aroma.

Wie bereits weiter oben im Text erwähnt, gibt es verschiedene Sorten, die leicht erkennbar an der Farbe sind. Der schwarze Pfeffer ist einer der schärfsten Sorten und wird meist für Suppen, Saucen, Marinaden, Salate und Fleisch verwendet. Der grüne Pfeffer wird nach der Ernte in einer Salzlake eingelegt, luft- oder gefriergetrocknet. Er ist sehr mild und eignet sich hervorragend für Erdbeeren, Suppen oder Saucen. Der weiße Pfeffer ist vor allem in der asiatischen Küche beliebt und wird bei uns oft für helle Saucen, Suppen, Fisch- oder auch Kartoffelgerichte empfohlen.

Exoten unter dem Pfeffer sind der Bengalische- (auch unter dem Namen Langer- oder Stangenpfeffer bekannt), der Tasmanische- (oder Bergpfeffer), Paradieskörner (oder auch Guineapfeffer) und der Szechuan-Pfeffer (auch unter dem Namen Japanischer oder Chinesischer Pfeffer im Handel). Bitte achtet auch hier jeweils auf die Qualität und Herkunft.

Pfeffer möchte dunkel, kühl und trocken gelagert werden. Da der gemahlene recht schnell sein Aroma verliert, kaufe ich nur ganze Körner. Diese können auch mitgekocht werden, aber das Aroma entfaltet sich am besten, wenn ihr den Pfeffer erst kurz vor dem Verzehr mahlt oder mörsert und ganz zum Schluss (möglichst am Tisch) zum Gericht dazugebt. So bleibt der intensive Geschmack und die Würzkraft erhalten.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

7 Kommentare

  1. Interessant, ein paar Sachen wusste ich schon, aber einiges noch nicht. Ich benutze immer Pfeffer und es ist ein Grundgewürz in meiner Küche, seit ich denken kann. Am liebsten habe ich den weissen, oder eine bunte Mischung=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    Gefällt 1 Person

    • Hallo liebe Krisi,
      danke Dir. Bis vor kurzem war mir der Pfeffer noch nicht so präsent und wichtig in meiner Küche. Aber heute möchte ich nicht mehr ohne.
      😉
      Ganz liebe Grüße zurück
      Steffi

      Gefällt mir

  2. cadoe444 sagt

    Und auch für dieses Wissenspaket ein herzliches Dankeschön.
    Ich verwende meist schwarzen frischgemahlenen Pfeffer. Pfefferpulver hab ich überhaupt nicht und nehm ich auch nie, wenn ich unterwegs bin.
    Grüne Beeren hatte ich auch schon mal, war lecker, hab aber das Rezept verlegt.
    Rote Beeren (ist das strenggenommen Pfeffer) mag ich gerne im Spargelsalat u/o Erdbeeren.

    Ich hab mich auch mal ne Weile sehr stark ayurvedisch orientiert. Da wurde schwarzer Pfeffer gemieden. DAfür gab es Pippali (längliche Körner). Hab grad nicht mehr auf dem Schirm, warum das besser sein soll. Aber ich mag definitiv den Geschmack von frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer:-)

    Gefällt 1 Person

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