Ernährung
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„Superfood Monday“ (34. Teil): Amaranth

Vorhang auf für das Powerkorn: Amaranth.

Wo kommt das Superfood her?

Amaranth (Amaranthus = griechisch: unsterblich) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist eine der ältesten Nutzpflanzen überhaupt. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Zentral- und Südamerika. Bei den Azteken, Inka und Maya – vor 3.000 Jahren -war es das „Wunderkorn“ überhaupt und zählte neben Quinoa zu den Hauptnahrungsmitteln. In den Anden sind die hirseähnlichen Körner auch als Kiwicha bekannt. Die Pflanze ist recht anspruchslos beim Anbau, aber Sonne sollte sie ausreichend abbekommen. Heute noch werden die kleinen Samen per Hand geerntet, was sehr mühsam ist.

Botanisch gesehen ist Amaranth ein Pseudogetreide. Das heißt es sieht zwar so aus und kann ähnlich wie Getreide verwendet werden, enthält aber kein Gluten.

Was steckt drin?

Die kleinen Körnchen sind reich an:

  • hochwertigen Proteinen (große Mengen an essentiellen Aminosäuren),
  • ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure, Alpha-Linolensäure),
  • wichtige Mineralstoffen sowie Spurenelemente (Calcium, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Phosphor und Zink),
  • (schnell sättigenden) Ballaststoffen,
  • Vitaminen (A, C, E, K, B5, B6, Folsäure, Niacin, Riboflavin)
  • und einem geringeren Anteil (jedoch sehr leicht verwertbaren) Kohlenhydraten, als bei normalem Getreide.

Diesen vielen Stoffen wird nachgesagt, dass sie (chronische) Erkrankungen verhindern bzw. lindern können. Dazu gehören:

  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlaganfälle
  • Bluthochdruck
  • hoher Cholesterinspiegel
  • Verdauungsprobleme/ Darmgesundheit
  • Energielosigkeit

Lysin ist bspw. eine essentielle Aminosäure, die in Amaranth sehr reich vorhanden und für den Aufbau von Kollagen unerlässlich ist. Fehlt diese, wird die Haut runzelig, das Bindegewebe erschlafft und die Knochen brüchig. Auch gilt Amaranth als blutbildend, blutstillend, blutreinigend und entzündungshemmend.

Vor allem für Sportler (zur Ankurbelung der Leistungsfähigkeit), Schwangere (zur Deckung des Eisenbedarfs), Kopfschmerzpatienten (zur Linderung der Schmerzen) und Menschen mit Schlafstörungen kann sich ein Verzehr positiv auswirken.

Dennoch scheiden sich bei Amaranth die Geister. Es gibt Befürworter, die auf den reichen Nährstoffgehalt verweisen und auch Gegner, die auf gesundheitliche Nachteile hinweisen. Hintergrund ist, dass Amaranth bestimmte Gerbstoffe enthält, die eine Aufnahme von Vitaminen und Proteinen hemmen können sowie Oxalsäure, bei der Menschen mit Neigung zu Nierensteinen aufpassen sollten. Aber es gibt gewisse Gerbstoffe (z.B. Tannine), die auch Vorteile bieten, da sie eine antioxidative, antibakterielle und antivirale Wirkung haben. Für Säuglinge und Kleinkinder wird der Verzehr nicht empfohlen.

Auch hier möchte ich nochmals den berühmten Satz zitieren: „Die Dosis macht das Gift“. Hört in euch rein. Euer Körper weiß am besten, was ihm gut tut.

Wie kann man das Superfood verwenden?

Beim Einkauf solltest du wie immer auf eine kontrolliert biologische Herkunft achten. Amaranth schmeckt leicht süß und nussig und lässt sich sehr vielseitig in der Küche verwenden:

  • gekocht (als Beilage zu Hauptmahlzeiten)
  • gemahlen (im Kuchen- oder Brotteig, Gebäck, Pfannkuchen, Müsliriegel)
  • gepufft (als Amaranth-Pop im Müsli oder Joghurt)

ACHTUNG:

  1. Vor dem Kochen sollte Amaranth in einem Sieb gut unter fließendem Wasser ausgewaschen werden.
  2. Als Mehl eignet sich Amaranth nur bedingt, da das Klebereiweiß fehlt. Deshalb wird eine Mischung mit glutenhaltigem Mehl im Verhältnis 1:3 empfohlen.

Es gibt auch Amaranth-Arten, bei denen die Blätter als Gemüse (ähnlich wie Spinat oder Mangold) verzehrt werden können. Diese haben ebenfalls einen sehr hohen Eiweißgehalt.

TIPP Amaranth-Popcorn:

Hierfür einfach ein paar Körner im Topf (wie Mais) erhitzen und „poppen“ lassen. Amaranth-Popcorn passt super zum Müsli oder Desserts.

Be happy, healthy & in balance ♡♡♡

Steffi

P1000513

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7 Kommentare

  1. cadoe444 sagt

    Vielen Dank für den schönen Artikel.
    In dem Ort, wo ich herkomme (Saarland), gibt es einen Bauern, der Amaranth anbaut!!! Habe lange gepoppten Amaranth über Frühstück oder den Salat gestreut. Lecker. Und unter Sportlern beliebt…
    Irgendwie mag ich den Geschmack von gekochtem Amaranth gar nicht. Hirse JA. Quinoa JA. Auch gemischt. Aber Amaranth…

    Gefällt 1 Person

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