Ernährung
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„Superfood Monday“ (35. Teil): Olivenöl

Lange Zeit standen Fette statt Öle bei uns Nordeuropäern an erster Stelle. Dass Öle sehr wichtig für unseren Organismus sind und dass das Olivenöl bei mir sehr oft in der „kalten Küche“ zum Einsatz kommt, hatte ich dir bereits in diesem Bericht verraten.

Wo kommt das Superfood her?

Der Olivenbaum (oder auch Ölbaum genannt) gehört zur Familie der Oleaceae und den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Der immergrüne Baum wird über 1.000 Jahre alt, wächst jedoch sehr langsam und trägt erst nach 5 Jahren Blüten. Das goldgelbe bis sattgrüne Öl wird aus den Früchten des Olivenbaums, den Oliven, per Pressung gewonnen.

Erste Funde von Olivenkernen gehen bereits auf die Jahre 8.000 – 6.000 v. Chr. zurück. Diese wurden in den Gebieten des heutigen nahen Ostens, Kaukasus und Iran entdeckt. Der erste Anbau von Olivenbäumen wird jedoch für die Zeit um 3.500 v. Chr. in Kreta vermutet. Von dort aus hat sich der Olivenanbau dann im Jahre 600 v.Chr. angeblich in den nördlichen Mittelmeerraum nach Sizilien, Italien und Spanien ausgebreitet. Im 16. Jahrhundert dann auch in den Mittel- und Südamerikanischen-Raum und ab dem 18. Jahrhundert auch in Richtung Kalifornien. Im alten Ägypten – während der Zeit des Pyramidenbaus – wurde das Olivenöl als Schmiermittel zum Transport von Baummaterial oder zur Versorgung von Wunden benutzt. Die Öllampen der Antike wurde ebenfalls mit Olivenöl betrieben.

Erst jetzt im 20. Jahrhundert hielt das Olivenöl dann endlich mehr und mehr Einzug in Nordeuropa. Und der Konsum nahm auch bei uns  – vor allem in den letzten 15 Jahren erheblich – zu. Der Großteil es Olivenöls stammt auch heute noch aus dem Mittelmeerraum, vor allem aus Italien, Spanien und Griechenland. Hier herrschen optimale Klimabedingungen für die Reifung der Früchte. Während des Reifeprozesse verändern sie ihre Farbe von grün, über gelb und violett bis letztendlich zu schwarz. Nur knapp 10% der Ernte gelangt als ganze Olive auf dem Markt, der Rest wird zu Öl verarbeitet.

Was steckt drin?

Das Olivenöl besteht vor allem aus:

  • Fettsäuren (mit einem hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren, ca. 70%; und ca. 10% mehrfach ungesättigten Fettsäuren)
  • Vitamin E (hat eine antioxidative und Anti-Aging-Wirkung)
  • Polyphenole (haben ebenfalls eine hohe antioxidative und entzündungshemmende Wirkung)
  •  Chlorophyll (das Blattgrün ist „Grundlage für allen Lebens“)

Die einfach ungesättigten Fettsäuren wirken sich angeblich auf jenes Cholesterin aus, welches für die Ablagerungen in den Blutgefäßen verantwortlich ist und senken das Risiko zur Gallensteinbildung.

Die Linolsäure gehört zu den mehrfach ungesättigten und damit zu den essentiellen Nährstoffen, die unser Körper nicht selbst bilden kann. Diese Fettsäuren werden jedoch für verschiedene Abläufe im Körper (bspw. Hormonbildung, Regulierung der Durchblutung des Herzmuskels, des Blutdrucks, der Blutgerinnung) benötigt und müssen im ausgeglichenen Verhältnis von außen zugeführt werden. Die positive Wirkung kann sich aber nur in Kombination mit einem ausreichenden Vitamin E Gehalt entfalten. Vor allem das kaltgepresste Olivenöl erreicht ein optimales Verhältnis von Linolsäure und Vitamin E.

Den entzündungshemmenden Polyphenolen wird nachgesagt, dass sie einen positiven Einfluss auf Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Herzerkrankungen haben.

Wie kann man das Superfood verwenden?

Bei der Verwendung des Olivenöls als Nahrungsmittel ist die Herkunft und Qualität ausschlaggebend. Bei uns im Handel werden – je nach Art der Pressung – verschiedene Qualitätsklassen angeboten. Doch die oben genannten Inhaltsstoffe können sich auf unseren Organismus jedoch nur dann positiv auswirken, wenn das Öl bester Qualität entstammt. Niedrige Qualitäten können sogar schädliche Substanzen enthalten. Der Geschmack des Olivenöls variiert je nach Anbaugebiet, Bodenbeschaffenheit und Klima.

Im Handel gibt es auch gepanschte Öle von minderwertiger Qualität. Diese riechen oft ranzig oder modrig und können Schimmelpilze aufweisen. Was aber auch durch eine zu helle, warme oder feuchte Lagerung hervorgerufen werden kann.

Ich verwende ausschließlich ein hochwertiges Olivenöl nativ extra aus dem Bio-Laden. Es kommt bei mir in der „kalten Küche“ für die Zubereitung von Dressing für Salate zum Einsatz oder zum Würzen von Pasta.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

P1000685

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