Ganzheitliche Tipps

Kraftpakete aus der Natur: Der Kardamom

Wo kommt das Superfood her?

Kardamom gehört zur Familie der Ingwergewächse und kann über 3 Meter hoch wachsen. Ursprünglich stammt dieses Gewürz aus Südindien, Sri Lanka, Irak und Thailand. Heutige Anbaugebiete sind vor allem: Guatemala, Tansania, Madagaskar und Vietnam. Die getrockneten Fruchtkapseln gehören zu den ältesten und teuersten Gewürzen der Welt. Nur Safran und Vanille ist teurer.

Man unterscheidet zwischen dem grünen Kardamom, der mit seinem pikant-süßlichen Aroma sehr gut zu Süßspeisen (vor allem weihnachtliches Gebäck oder Desserts), aber auch zu Salzigem passt und dem schwarzen Kardamom, der sehr erdig-herb-rauchig schmeckt und sehr gut mit deftigen Speisen und Fleischgerichten harmoniert. Die Fruchtkapseln, in denen die kostbaren Samen heranreifen, werden noch heute – vor der Reife – von Hand geerntet und anschließend je nach Sorte entweder in der Sonne oder über dem Feuer getrocknet.

Was steckt drin?

Kardamom ist schon seit über 3.000 Jahren als Heil- und Nahrungspflanze bekannt. In der indischen Küche ist das Gewürz nicht mehr wegzudenken und auch in der ayurvedischen Lehre spielen die Kardamomsamen eine wichtige Rolle und auch in der westlichen Naturheilkunde findet das Gewürz immer mehr Anerkennung. Die Inhaltsstoffe sind vor allem ätherische Öle (Borneol, Cineol, Terpineol, Myrcen, Limonen), Campher, Campesterol, Stigmasterol, Salicylate, Eucalyptol, Limonen und Terpinine.

Diese Stoffe im Zusammenspiel gelten u.a. als schleimlösend, stimmungsaufhellend, antibakteriell, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, harntreibend, anregend für Kreislauf, Magen, Galle und Speicheldrüse und krampflösend. Kardamom soll bei folgenden Gesundheitsproblemen Linderung verschaffen:

  • Mundgeruch
  • Krämpfe, Epilepsie
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Menstruationsprobleme
  • Blähungen und Verdauungsprobleme (Kardamom „regt das Verdauungsfeuer an“)
  • Erkältung, Heiserkeit und Husten
  • Asthma
  • vertreibt Knoblauch- und Zwiebelgeruch

Wie kann man das Superfood verwenden?

Bei uns kannst du Kardamom in geschlossener Kapsel-, Samen- oder Pulverform kaufen. Bitte auch hier immer auf Qualität und Herkunft achten. Da es ein sehr teures Gewürz ist, gibt es auch Fälschungen auf dem Markt. Zu Hause dann immer luftdicht, kühl und dunkel lagern. Da Kardamom recht schnell an Geschmack und Aroma verliert, empfiehlt es sich die Kapseln zu kaufen, die Samen dann erst kurz vor dem Verzehr heraus holen und mit einem Mörser zerkleinern. Bei einigen Gerichten (Suppen, Saucen, orientalischen Reis und Currygerichten) werden auch die kompletten zerstoßenen Kapseln mitgekocht. Das Pulver gibt es mittlerweile auch in aroma-sichereren Verpackungen. Dieses lässt sich leichter dosieren und löst sich leichter in Suppen und Tees auf.

Der grüne Kardamom – mit seinem süßlich-scharfen Aroma – ist sehr in der asiatischen und arabischen Küche verbreitet und kann für herzhafte Speisen (Currys) oder in Süßspeisen (bspw. als Backgewürz für Lebkuchen oder Stollen, Desserts, Punsch), Teemischungen (Yogi-Tee, Chai-Tee) oder arabischen Kaffee verwendet werden. Der schwarze Kardamom wird aufgrund seines erdigen Aromas nur in der pikanten und deftigen Küche eingesetzt.

TIPP 1: Kardamomkapseln gekaut regen den Speichelfluss an und sorgen für einen klaren Kopf und frischen Atem.

TIPP 2: Eine Tasse warme Pflanzenmilch mit etwas Kardamom und Zimt hilft am Abend bei Einschlafproblemen.