Unterwegs
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Wohlfuehlkost on tour: Japan – Teil 1 (Reiseverlauf)

Endlich komme ich dazu, euch von meiner Reise nach Japan zu erzählen. Vor gut 2 Monaten, im November 2015 war es soweit und es ging für 3 Wochen nach Japan – in das Land der aufgehenden Sonne bzw. Nippon auf japanisch.

Im heutigen Artikel möchte ich euch einen kleinen Überblick über den Reiseverlauf geben und euch das Land, die Leute & Kultur näher vorstellen sowie erläutern, warum Japan das Ziel unserer Urlaubswahl wurde.

In später folgenden Artikeln gehe ich dann näher auf die einzelnen Stationen unserer Reise ein und gebe euch dabei neben den Sehenswürdigkeiten auch ein paar Tipps zu den Themen Ernährung und Entspannung mit auf den Weg. 

Eigentlicher Auslöser für die Reise war eine Einladung zu einer Hochzeit von Freunden, welche in Tokyo stattfinden sollte. Wir waren bereits vor 5 Jahren im Februar 2011 (nur wenige Tage vor dem großen Erdbeben und dem darauf folgenden schrecklichen Tsunami) für 1 Woche in Tokyo. Dieser kurze Einblick hat uns damals so gut gefallen, dass wir unbedingt wiederkommen und uns näher mit Land und Leuten beschäftigen wollten. Daher war auch schnell klar, dass wir den Besuch der Hochzeit mit einem längeren Urlaub verknüpfen würden. Die Reisezeit war dabei Ideal. Die Herbstlaubfärbung hatte gerade eingesetzt und hat überall im Land tolle Farbspiele erzeugt. Die Sonne hat meistens geschienen und Temperaturen um die 20 Grad waren ebenfalls äußerst angenehm.

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Da Japan sehr groß und landschaftlich sehr abwechslungsreich ist, dabei viele interessante Städte und eine enorme Anzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, war die Auswahl des Reiseverlaufs nicht ganz einfach. Wir wollten natürlich möglichst viel sehen, aber nicht nur von einen Ort an den nächsten springen, kurz die must-sees abhaken und weiter düsen, sondern länger vor Ort verweilen um etwas tiefer einzutauchen. Dabei wollten wir zwischen den einzelnen Stationen mit dem Zug reisen. Letztlich haben wir uns dann für folgende Städte entschieden:

Wir haben also hauptsächlich die Regionen Kanto und Kansai auf der Hauptinsel Honshu bereist. Auf die einzelnen Locations komme ich wie erwähnt in den nächsten Artikeln im Detail zu sprechen. In diesem Beitrag erzähle ich euch erstmal etwas mehr zu Japan selbst.

Japan ist wie bereits erwähnt sehr groß. Es ist mit 383.000 m² etwas größer als Deutschland, jedoch beträgt die längste Nord-Süd-Ausdehnung fast 4.000 km! Dazu kommt, dass sich diese Fläche auf rund 7.000 Inseln verteilt und ein Großteil der Fläche kaum bewohnbar, da Japan eigentlich ein Gebirge ist, welches sich aus dem Meer erhebt. Sehr viele Flächen sind daher so stark zerklüftet und geneigt, dass sie weder großflächig bewohnbar, noch für die Landwirtschaft nutzbar sind. Die rund 127 Mio. Einwohner Japans haben also vergleichsweise wenig Fläche zum Leben. Trotzdem gibt es neben solchen Mega Metropolen wie Tokyo, auch zahlreiche kleine Ortschaften und ländliche Gebiete mit viel freier Natur.

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Zum Reisen mit dem Zug, war der Japan Rail Pass der Japan Railway (JR) die beste Lösung für uns. Dieser kann von Ausländern nur vor der Einreise ins Land online oder über Reisebüros gekauft werden und stellt eine günstige Möglichkeit dar, das Zugnetz der ehemaligen japanischen Staatsbahn zu nutzen. Wir haben den 2-Wochen Pass für die 2. Klasse zum Preis von 331,- EUR gekauft. Zum Vergleich: Allein die Fahrt mit dem Shinkansen (japanischer Hochgeschwindigkeitszug) von Tokyo nach Kyoto und zurück kostet ca. 215,- EUR. Der Pass macht sich also sehr schnell bezahlt. Um die besten Zugverbindungen zu finden, empfehle ich euch Hyperdia. Hier könnt ihr speziell nach günstigen Verbindungen mit dem JR Pass suchen, da auch viele Privatbahnen in Japan unterwegs sind, bei denen der JR Pass nicht gilt.

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Besondere Bedeutung haben natürlich die zahlreichen religiösen Stätten in Japan. Die wichtigsten Religionen sind der Shinto und der Buddhismus, was auch in den vielen Tempeln und Schreinen sichtbar wird. Viele Japaner fühlen sich dabei oft beiden Religionen verbunden. Die Spiritualität hat mich natürlich besonders interessiert. Wir haben sehr viele Tempel, Schreine und Zen-Gärten besichtigt – darunter auch zahlreiche UNESCO Weltkulturerbestätten.

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Ein Highlight der Reise war sicherlich die Teilnahme an einer Zen-Meditation in einem kleinen, nicht öffentlichen Tempel in Kyoto. Mehr dazu später im Artikel über Kyoto. 😉

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Ein paar Worte zu den Kosten: Die Währung in Japan ist der Yen. Da Kreditkarten eher selten akzeptiert werden, empfiehlt es sich immer genug Bargeld dabei zu haben. Auch hier ist das moderne Japan also überraschenderweise eher traditionell. Dass viele Bankautomaten keine ausländischen Kreditkarten zum Geld abheben akzeptieren, macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Am zuverlässigsten hat es bei uns an den ATMs der 7eleven Stores geklappt. Ansonsten entspricht das Preisniveau – für die üblichen Dinge, die man als Reisender so benötigt – ungefähr dem hierzulande. Dazu trug auch der damals gute Wechselkurs  von 1 EUR zu 133 Yen bei. Beim häufigen Essengehen war zudem förderlich, dass Trinkgeld in Japan unüblich ist und die Steuer nur 8% beträgt. Beim Shoppen kann diese meist direkt im Laden über Tax-free erstattet werden.

Apropos Essen, dies ist natürlich ein enorm wichtiges Thema für mich. 😉 Natürlich habe ich die Klassiker der japanischen Küche (Sushi, Ramen-/Udon-/Sobanudeln, Tempura, Kobebeef, Okonomiyaki, Yakitori-Spieße, Miso-Suppe, Donburi und Gyoza), die es fast an jeder Ecke und meist in guter bis sehr guter Qualität gibt, probiert. Allerdings war die Suche nach gesundem Essen nach meiner Definition teilweise nicht gerade einfach. Insbesondere Bio-Qualität ist Mangelware.

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Da ich Tee liebe, habe ich darauf natürlich ebenfalls ein Hauptaugenmerk gelegt und u.a. Uji die Hauptstadt des Matcha besucht. Auch die Teilnahme an einer privaten traditionellen Tee-Zeremonie habe ich mir nicht nehmen lassen. Ich habe auf der Reise einige tolle Restaurants und Läden entdeckt, die ich euch in den kommenden Artikel vorstellen werde.

Seid gespannt auf die weiteren Artikel zur Japanreise!

Bleibt gesund, happy und in Balance.

Eure Steffi

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