Entspannung
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Ganzheitlich in Balance: Mit Entspannung zu mehr Leistung

Unser Leben ist in den großen Rhythmen der Erde eingebettet. Es gibt den Wechsel von Tag und Nacht, Ebbe und Flut, die Jahreszeiten sowie Geburt und Tod. Es ist ein ewiger Kreislauf von Entstehen und Vergehen. Auch unsere körperlichen Vorgänge und Verhaltensweisen sind rhythmisch. Dazu gehört die Atmung und der Herzschlag, aber auch Anspannung und Entspannung.

Doch was ist Entspannung?

Die meisten Menschen verstehen unter Entspannung die Erholung von den Anstrengungen des Alltags. Hier gibt es unterschiedliche Sichtweisen: angefangen vom auf dem Sofa liegen, Mittagsschlaf, Fernsehen oder Sport machen. Aber das reicht leider nicht aus. Auch unsere Seele benötigt eine Auszeit.

Entspannung ist das natürliche Gegenprogramm von Anspannung und Stress. Hier laufen ebenfalls viele biochemische Prozesse und Reaktionen in unserem Körper ab. Es bedeutet aber nicht passives Pausieren oder schlafen. Und es reicht auch nicht aus, sich vor den Fernseher zu setzen und sich „berieseln“ zu lassen. Entspannung ist immer ein aktiver Prozess und die nötige Ruhephase, um den Körper nach Stressphasen wieder zu regenerieren. Dieses Programm wurde uns angeboren und ist jederzeit verfügbar. Aber sie tritt nicht automatisch ein. Nur wer weiß, wie er dieses Wissen abrufen kann, kann physische und psychische Anspannungen lösen und wieder zu mehr Gelassenheit, mentaler Frische und weniger Angstzuständen gelangen. Erst das Lösen von Muskelverspannungen führt zur Entspannung unserer Seele. Eine gewisse Übung und Regelmäßigkeit ist jedoch erstrebenswert.

Bei der Entspannung ist es wichtig Stress-Signale des Körpers bewusst wahrzunehmen und sie nicht zu ignorieren. Oft bemerken wir unseren Stress schon, aber wir widmen uns zuwenig der bewussten Entspannung und dem Loslassen. Die Balance zwischen Anspannung und Entspannung ist nicht mehr gegeben. Das kann sich gedanklich, seelisch oder körperlich äußern. Wer sich viele Sorgen macht, unzufrieden oder ängstlich ist, ist auch oft muskulär sehr angespannt. Überforderung und Erschöpfung können ebenfalls drohen.

Was bewirkt eine Entspannung?

Bevor ich auf die Entspannungs-Reaktion und deren Wirkung genauer eingehe, ist es wichtig, die Stress-Reaktion zu verstehen.

Bei der Stress-Reaktion wird der Körper mit Chemikalien und Stress-Hormonen überflutet. Diese bereiten ihn für die Flucht oder den Kampf vor. Das hat noch einen historischen Hintergrund, als wir zu Urzeiten vor Säbelzahntigern und Mammuts fliehen mussten, um unser Überleben zu sichern. So hilfreich diese Reaktion in wirklichen Gefahrensituationen ist, so schädlich ist es für den Körper, wenn diese Reaktion konstant aktiviert wird und abläuft.

Die Entspannungs-Reaktion „entfernt“ ganz salopp gesagt das, was die Stress-Reaktion „angerichtet“ hat. Hier wird der Parasympathikus angeregt. Das ist der Teil des Nervensystems, der für die regenerativen Prozesse verantwortlich ist. Muskelspannung, Herzschlag-Rate, Blutdruck werden gesenkt, die Atmung ruhiger und gleichmäßiger, die Bauchregion entspannt und Stresshormone reduziert. Die Entspannungs-Reaktion bringt das System zurück in die Balance. Es ist ein Wechselspiel zwischen Körper, Geist und Seele. Jegliche körperliche Entspannung hat zur Folge, dass auch unsere Seele ruhiger und entspannter wird. Auf psychischer Ebene kommt es u.a. zu mehr Gelassenheit, Minderung von Angstzuständen, mentaler Frische, höherer Konzentration und Ausgeglichenheit.

Das Problem ist, dass die Stress-Reaktion sofort geschieht und ohne jede bewusste Anstrengung. Uns erschreckt bspw. ein lautes oder unbekanntes Geräusch und die Stress-Reaktion rast durch unseren Körper. Die Entspannungs-Reaktion hingegen muss bewusst und absichtlich herbei geführt werden. Aber nur still sitzen ist nicht genug, um die Veränderungen herbeizuführen. Hierfür benötigt man Entspannungsverfahren, die den Fluss der alltäglichen Gedanken unterbrechen und die positiven Körperreaktionen erzeugen.

Welche Entspannungsverfahren gibt es?

Entspannung kann man und sollte man erlernen, aber nicht erzwingen. Ausgewählte Entspannungstechniken helfen dabei, die Entspannungsreaktion zu aktivieren. Es gibt eine Vielzahl von Entspannungsverfahren. Da jeder Mensch individuell ist, ist es wichtig, sich seine eigene Methode rauszusuchen, die zu einem in der jeweiligen Situation passt und hilfreich ist. Es empfiehlt sich, einige Verfahren erst einmal auszuprobieren. Die Suche sollte aber nicht in Stress ausarten und nicht mit Pseudo-Entspannungsmitteln (z.B. Nikotin, Koffein, Alkohol, Essen, etc.) verwechselt werden.

Bei der Entspannung geht es darum ins HIER und JETZT zu kommen, sich bewusst und hingebungsvoll der aktuellen Tätigkeit zu widmen und seine Gedanken abzuschalten.

Die innere Einstellung ist sehr wichtig. Das kann im Allgemeinen beim Malen, Stricken, Töpfern, bei einer Massage, Entspannungsbad, im Garten oder in der Natur, beim Sport oder Tanzen sein.

Zu den formalen Techniken zählen u.a.: Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Autogenes Training, Achtsamkeitstraining, Fantasiereisen, Bodyscan, Ruhebild, Yoga und Atem- oder Meditationstechniken.

Mit den richtigen Entspannungstechniken lassen sich körperliche und seelische Verspannungen lösen und der tägliche Strom der Gedanken unterbrechen. Denn nur wer wirklich runterfährt, kann auch volle oder mehr Leistungen erbringen. Ohne Entspannung keine Höchstleistungen. Im Leistungssport, bei der Fußballnationalmannschaft, Olympia, in einigen Vorstandsetagen oder in anderen Kulturen sind Entspannungstechniken und mentale Entspannung bereits Alltag.

Das Schöne daran ist, dass man mit dem Erlernen dieser Entspannungsverfahren und durch regelmäßiges Training mittels eines kurzen Signals die Entspannungsreaktion im Alltag aufrufen und Anspannung bzw. Stress sofort aus-balancieren kann. Entspannungsverfahren verhelfen zu einer Reduktion des alltäglichen Stress-Levels und bringen Freude und Gelassenheit zurück.

In meiner Ausbildung zur Entspannungspädagogin durfte ich verschiedene Verfahren erlernen, die ich demnächst nach und nach näher vorstellen möchte:

Hast du noch Fragen oder möchtest kurz über deine Erfahrungen zum Thema berichten?

Dann rein in die Kommentare damit. Ich freu mich drauf.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

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