Ernährung
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Gast-Beitrag von Caro/ My-Sportblog-Berlin: Kuhmilch – Segen oder Fluch?

Genau dieser Frage ist die liebe Caro von My-Sportblog-Berlin nachgegangen. Ihre Antworten stellt sie euch im heutigen Gast-Beitrag vor:

Wer trinkt eigentlich Milch und warum?

Kuhmilch findet man fast in jedem Haushalt. Wir trinken die Milch pur, verwenden sie zum Backen oder essen ihr Nebenprodukt, die Buttermilch, in Form von Joghurt, Butter, Schlagsahne u.a..

Sie ist gesund, liefert Calcium und Magnesium, Eiweiß und viele wichtige Vitamine und stärkt somit die Knochen, die Zähne, schützt das Nervensystem und beugt sogar Stress vor. Dies sind die Aussagen einer bekannten Milchmarke. Aber stimmt das?!

Was ist Kuhmilch und für wen ist sie?

Milch ist die Muttermilch von einer Kuh und für das heranwachsende Kalb gedacht. So wie die Muttermilch von Stuten für ihre Fohlen, die Muttermilch von einer Hündin für ihre Welpen und die Muttermilch einer Frau für ihr Kleinkind u.s.w. ist.

  1. Fakt: Wir sind die einzigen Säugetiere auf der Welt, die einem anderen Lebewesen die Muttermilch wegnehmen und noch im Erwachsenenalter die Babynahrung von anderen Lebewesen verzehren.

Die Muttermilch ist lebensnotwendig für den Säugling, denn sie enthält viel Eiweiß zum Aufbauen und Wachsen, Fett zum Abpolstern und Auffüllen der Figur und Milchzucker für die Gehirnentwicklung des Kindes. Das bedeutet, dass der Mensch ausschließlich im Wachstumsalter Milch benötigt. Jede Muttermilch enthält einen unterschiedlich hohen Anteil dieser Nährstoffe und ist somit auf die entsprechenden Lebewesen individuell abgestimmt. Die moderne Milchwirtschaft vermischt nun die Eiweißzusammensetzungen aus der Milch jeder einzelnen Kuh und es entsteht somit ein Eiweißcocktail, der immer mehr menschliche Immunsysteme überfordert.

Ist Kuhmilch etwa die rohe Muttermilch, die wir verzehren?

Nein. Wir trinken die Milch pasteurisiert (= gesetzlich vorgeschrieben: Erhitzung auf 75°C à Abtötung von Bakterien) oder ultrahocherhitzt (Erhitzung auf bis zu 150°C à Verlängerung der Haltbarkeit auf mind. 6 Wochen).

Habt ihr euch nicht auch schon mal gefragt, warum immer mehr Menschen an einer Laktoseintoleranz leiden? Nach der Stillzeit ist von der Natur aus gar nicht mehr vorgesehen Milch zu konsumieren und viele Erwachsene besitzen deshalb nicht genügend von dem Enzym Laktase, welches die Laktose (Milchzucker) abbaut. Dieser Mangel an Laktase und der unnatürliche Verzehr von Milch- und Milchprodukten führen dann zur Unverträglichkeit.

  1. Fakt: Durch die Erhitzung der Milch gehen die Verdauungsenzyme (Laktase) und die Vitamine verloren und die Struktur der Eiweiße und Fette verändern sich (Denaturierung).

Warum macht uns die Milch krank?

Jeder Mensch besitzt das körpereigene Hormon IGF-1, welches die Wachstumsgeschwindigkeit von gesunden Zellen regelt und alte Zellen entsorgt. Durch eine erhöhte Aufnahme von Milch und auch tierischem Eiweiß fängt das Wachstumshormon an, die Teilungsgeschwindigkeit von Zellen zu erhöhen und die Entsorgung von alten Zellen zu behindern à beides fördert Krebs.

Ein hoher Konsum von Milch im Erwachsenenalter soll laut der China Study die Wahrscheinlichkeit von Osteoporose (Abnahme der Knochendichte) erhöhen. Das Eiweiß Casein besitzt schwefelhaltige Aminosäuren, was zu einer Übersäuerung des Körpers führt. Diese Übersäuerung muss durch das Calcium aus den Knochen neutralisiert werden.

Milch erhöht zudem das Risiko an Diabetes, Neurodermitis oder Bluthochdruck zu erkranken.

Mein Fazit:

Der Konsum der Milch ist umstritten und es gibt Studien, die belegen, dass Milch nicht krank macht. Jedoch ganz abgesehen von den Studien muss jeder selbst entscheiden, ob er die Herstellung der Milch aus moralischer Sicht vertreten kann. Denn die Art und Weise wie die Kühe gehalten werden, ganz gleich ob in der Massentierhaltung oder auf dem Bio-Bauernhof, ist meiner Meinung nach nicht vertretbar, wenn es doch genügend gesunde Alternativen zur Milch, wie z.B. Reis-, Kokos- und Mandelmilch, gibt.

Ich möchte zudem ausschließlich zum Nachdenken und Bewusstwerden anregen. Verschließt nicht eure Augen, sondern setzt euch mit dem Thema bewusst auseinander, sodass ihr euch eure eigene Meinung bilden könnt. Denn es geht um kein belangloses Thema, sondern um die eigene Gesundheit und das miteinander Leben von Mensch und Tier!

Hier ist ein tolles Video (>Link), das sich neutral mit dem Thema auseinandersetzt und zum Nachdenken anregt.

Reismilch-Rezept:

Zutaten:

  • 90g Vollkornreis
  • 2 EL Honig
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:        

  1. Den Reis im Topf mit 450 ml Wasser zum Kochen bringen und ca. 45 min. köcheln lassen. Der Reis muss weich, aber nicht matschig sein. Gelegentlich umrühren und evtl. etwas Wasser nachgießen. Darauf achten, dass der Reis nicht anbrennt.
  2. Den Reis abkühlen lassen und mit 900 ml Wasser und Honig und Zimt in den Mixer geben und verrühren. Die entstandene glatte Milch durch ein feines Sieb gießen.
  3. Fertig!

Meine Quellen: Internet (ZDG) und das Buch „Peace Food“ von Rüdiger Dahlke (Verlag Gräfe und Unzer)

Liebe Grüße

Eure Caro

(Gastbeitrag von My-Sportblog-Berlin)

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