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Wohlfuehlkost on tour: Japan – Teil 4 (Kyoto)

Der 4. Teil meines Japan Reiseberichts ist fertig. Es geht nach Kyoto mit seinen zahlreichen UNESCO Weltkulturerbestätten.

Allgemeine Infos

Die 1,5 Mio. Einwohnerstadt Kyoto ist eine der kulturell und geschichtlich bedeutendsten Städte Japans. Dies liegt insbesondere daran, dass Kyoto über 1.000 Jahre (von 794 bis 1868) Sitz des kaiserlichen Hofes war. Dieser Zeit hat Kyoto viele seiner heutigen Schätze zu verdanken und ein längerer Besuch dort sollte bei keinem Japan-Trip fehlen. Vor allem da die Region Kansai neben Kyoto, auch noch Städte wie Osaka, Kobe, Uji und Nara als lohnenswerte Ausflüge bereithält.

Wir haben uns für die Erkundung der Region 10 Tage Zeit genommen, die wir auch wirklich gebraucht haben, um einen guten Eindruck zu bekommen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Die knapp 500km weite Fahrt von Tokyo nach Kyoto ging mit dem Shinkansen in flotten 2,5 Stunden rum.

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In Kyoto haben wir uns über Airbnb (Affiliate-Link) ein kleines japanisches Häuschen in der historischen Altstadt des Bezirks Higashiyama angemietet, von dem aus wir ideal die Stadt erkunden konnten.

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Sehenswürdigkeiten

Die Zahl der Sehenswürdigkeiten in Kyoto ist schier endlos. Da Kyoto im 2. Weltkrieg im wesentlichen von Bombenangriffen verschont blieb, stehen dort noch rund 2.000 Tempel und Schreine. 14 davon zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Folgenden stelle ich euch meine Highlights vor.

Higashiyama-ku

Den Stadtteil Higashiyama (östlicher Bergbezirk) haben wir uns absichtlich als Übernachtungsort ausgesucht. Er liegt ideal, um die vielen Sehenswürdigkeiten im Osten Kyotos zu erkunden. Außerdem liegt er sehr verkehrsgünstig in der Nähe der Kyoto Station und man kommt von dort per Bus und Bahn schnell überall hin. Die weithin sichtbare 5-stöckige Yasaka Pagode ist zur Orientierung ein guter Anhaltspunkt.

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Das Schlendern und Treiben lassen durch die historischen Gassen macht Spaß und versetzt einen schnell um ein paar hundert Jahre zurück in der Zeit.

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Zu den Top Highlights in Higashiyama zählt aus meiner Sicht der Kodai-ji. Dies ist ein sehr abwechslungsreicher Tempel, in dem man neben schönen Gebäuden auch einen Steingarten, Zen Gärten sowie einen kleinen Bambuswald besichtigen kann. Außerdem erhascht man immer wieder einen wundervollen Blick auf Kyoto.

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Der Kiyomizu-dera ist einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und dementsprechend meist auch sehr voll. Trotzdem lohnt ein Besuch, denn besonders die Haupthalle mit seiner riesigen Terrasse und der Blick auf die Stadt ist sehr sehenswert.

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Kinkaku-ji

Der Goldene-Pavillon-Tempel ist eins der optischen Highlights, besonders wenn er sich bei schönem Wetter im ihm umgebenen See spiegelt. Die oberen beiden Etagen des Tempels sind komplett mit Blattgold überzogen.

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Nijō-jō

Die Burg Nijō ist der ehemaliger Sitz des Shōguns. Besonders die weitläufige Außenanlage ist sehenswert. Ein witziges Details ist der im Schloss verlegte Nachtigallboden (uguisubari), der bei der kleinsten Bewegung Laute wie eine singende Nachtigall von sich gibt. So konnte sich niemand unbemerkt anschleichen.

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Shunkoin Tempel

Der Shunkoin Tempel liegt im Myoshinji Tempel Complex, in dem über 50 Tempel stehen. Die meisten davon sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Besonders morgens strahlt dieser Ort eine magische Ruhe abseits jeder Touristenströme aus. Ich hatte das große Glück im Shunkoin Tempel bei einer Zen Meditation dabei sein zu können. Dort habe ich einiges über den Zen Buddhismus, Meditation und wie man beides leicht in den Alltag integrieren kann gelernt. Daneben konnte ich die tollen goldenen Wandmalereien und den tollen Steingarten genießen, welche man sonst auch nicht zu sehen bekommt.

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Sanjūsangen-dō

Es ist schon sehr schade, dass ich euch das Highlight des Sanjūsangen-dō nicht als Foto präsentieren kann. Denn in der Haupthalle des Schreins herrscht absolutes Fotoverbot. Die darin ausgestellten 1.001 lebensgroßen Statuen, welche alle im Detail unterschiedlich aussehen, sind wirklich überwältigend.

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Nishiki Markt

Der Nishiki Markt ist eine enge überdachte Einkaufsstraße rund ums Essen, mit zum Teil kuriosen Dingen.

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Aber auch alles was man zum Kochen benötigt findet man dort in sehr guter Auswahl und Qualität.

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In einer kleinen Werkstatt habe ich dann auch meine Matcha-Schale gefunden, in die ich mich sofort verliebt habe und mich noch heute jeden Tag bei der Benutzung freue!

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Fushimi Inari-Taisha

Mein Highlight unter den Sehenswürdigkeiten Kyotos habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben: den Fushimi Inari Schrein. Dort stehen tausende Torii hintereinander und säumen den Weg hoch auf den Mount Inari. Frühes Kommen lohnt sich, da der Schrein tagsüber sehr voll ist. Aber früh morgens hat man den Schrein fast für sich allein und je weiter man noch oben kommt, desto leerer wird es.

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Essen

Zu Abschluss noch ein paar Essens-Tipps für Kyoto.

Farmers

Da wir in unserem Haus auch eine eigene Küche hatten, haben wir uns zum Frühstück selbst versorgt. Da kam uns der Farmers Supermarkt genau recht, der viele Bio-Lebensmittel und Obst im Angebot hat. So gab es auch in Japan mein geliebtes Porridge.

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Earth Kitchen Company

Die Earth Kitchen ist ein kleiner Bioladen, der auch Bentoboxen zum dort Essen oder Mitnehmen anbietet und ist besonders zu Mittag eine gute Alternative.

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Kyoto Station

Die Kyoto Station ist – wie so oft in Japan – mehr als nur ein Bahnhof. Das Bauwerk an sich ist riesig und sehr beeindruckend. Dazu dann noch das Gewusel der vielen Leute. Wir haben mehrere Tage benötigt, um uns halbwegs gut dort zurechtzufinden.

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Der Bahnhof und die angrenzenden Shoppingscenter beherbergen natürlich auch zahlreiche Restaurants. Von Foodcourts mehrere Etagen unter der Erdoberfläche bis hin zu Top-Restaurants weit über der Stadt ist alles dabei.

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Teezeremonie

Was wäre ein Japanbesuch ohne Teezeremonie? Nicht komplett! Daher haben wir gleich mehrere gemacht. 😉

Bei Camellia haben wir in einer Privatstunde einer klassischen Teezeremonie beiwohnen dürfen und viel über die kulturelle Bedeutung gelernt.

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Um das ganz zu vertiefen, waren wir dann noch bei Ippodo im KABOKU Tearoom und haben uns durch viele verschiedene Matcha-Sorten probiert.

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Neben der bei uns geläufigen Variante des Matcha (Usucha) konnte ich dort auch die sehr dickflüssige Variante (Koicha) probieren. Für den Koicha wird nur die beste Qualität verwendet und davon im Verhältnis zum Wasser auch sehr viel Pulver. So entsteht die dicke Konsistenz. Nach dem Trinken kann man aus den „Resten“ noch einen normalen Usucha aufschäumen.

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Yakitori Torisee

Neben Sushi, Nudeln und Suppen gehören auch Yakitori Spieße fest zur japanischen Esskultur. Im Gionviertel haben wir mit Yakitori Torisee ein tolles kleines Restaurant gefunden, welches auch gerilltes Gemüse anbietet. Für den kleines Hunger genau das Richtige.

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Chae

Ohne Smoothie geht es nicht, daher war ich froh, dass direkt neben unserem Haus und unterhalb der Yasaka Pagode ein kleiner Smoothie-Laden war. So kann man gut in den Tag starten.

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Das war auch schon der kleine Einblick in die Highlights aus Kyoto. Wenn ihr Fragen habt, dann immer her damit. Im nächsten Beitrag geht es dann auf nach Uji, die Hauptstadt des Matcha und Nara mit seinen Weltkulturerbestätten.

Bleibt gesund, happy und in Balance.

Eure Steffi

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