Entspannung
Kommentare 9

Heilende Mudras: Wie du mit Finger-Yoga deine Selbstheilungskräfte stärken und dein Wohlbefinden steigern kannst

Frauen schauen zuerst auf die Hände, Männer auf die Figur. Das ist das Ergebnis einer Studie. Aber nicht nur deshalb sollten wir unseren Händen mehr Beachtung schenken. Für viele von uns sind sie so selbstverständlich und dennoch wichtig, wie die Luft zum Atmen.

Mit ihnen kannst du essen, schreiben, sprechen, spüren, greifen, klatschen, beten, kräftig zupacken, du kannst sie zur Faust ballen, jemanden begrüßen, die Daumen drücken, berühren und viele viele andere Dinge im Alltag bewältigen. Vielleicht hast du dir auch schon einmal eine wohltuende Wellness-Massage gegönnt und hier spüren können, welch‘ Wirkungen Hände und Finger auslösen können?

Was sind Mudras?

Mudras sind spezielle (Zungen- / Augen-) Hand- bzw. Fingerhaltungen. Viele Buddha-Statuen und auch indische Gottheiten werden mit Mudras dargestellt. Das Wissen um die heilende Wirkung ist Jahrtausende alt, aber bis heute gültig und vor allem im Yoga oder in fernöstlichen Gesundheitslehren weit verbreitet.

Finger-Mudras zu halten bedeutet Konzentration auf die Hände und ist dementsprechend eine Meditation. Hierbei senden wir Botschaften (Affirmation) an uns selbst. Wenn du bisher keine Meditations-Erfahrungen hast, sind Mudras der perfekte Einstieg. Die Konzentration auf die Mudra plus einer positiven Botschaft an sich, ist anfangs für viele einfacher, als nur still zu meditieren. Mudras wirken ganzheitlich – auf körperlicher (Finger), geistiger (Konzentration) und Verstandes- (Affirmation) Ebene – und können unser Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Doch warum ist es so wichtig, sich hin und wieder bewusste Auszeiten zu nehmen?

Wie bereits hier beschrieben, ist Stress der Hauptauslöser für viele Erkrankungen. Ist unser Körper ständigem Stress ausgesetzt, schüttet er auch unentwegt das Stresshormon Cortisol aus. Dadurch wird unser Immunsystem mehr und mehr geschwächt, unsere Selbstheilungskräfte ausgebremst, sodass Allergien, Infektionen und Krankheiten entstehen können.

In der Reflexzonentherapie geht man davon aus, dass alle inneren Organe über Reflexbahnen mit bestimmten Zonen in den Händen, Füßen und Ohren verbunden sind. In unseren Fingerspitzen gibt es eine Vielzahl an Nervenzellen. Durch ein bewusstes Drücken oder Massieren dieser Zonen, können Organe stimuliert oder beruhigt werden.

Auch in der Ayurveda-Medizin wird jedem Finger ein Element zugeordnet, das nach der 5-Elemente-Lehre im Gleichgewicht bleiben sollte. Und auch in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) – sowie mittlerweile bei uns im Westen – wird mit Energiebahnen (Meridianen) gearbeitet, wo man die sog. Akupunktur vor allem in der Schmerztheraphie einsetzt, um die Lebensenergie (das Qi) wieder fließen zu lassen. Im Yoga hingegen gibt es die 7 großen Chakren, die sich entlang einer gedachten Achse durch den Rumpf befinden und durch welche wir neue Lebensenergie (Prana) aufnehmen.

Darüber hinaus wurde in der modernen Stress- und Hirnforschung festgestellt, dass wir mit unseren Gedanken (und auch mit dem Üben von Mudras) eine enorme Kraft auf unseren Körper ausüben und dabei Stress lösen, unsere „innere Apotheke“ aktivieren und unser Wohlbefinden steigern können.

Mudras in der Praxis

Mudras kannst du später, wenn du etwas Übung hast, fast überall und immer praktizieren. Egal ob du daheim oder unterwegs bist, im Supermarkt an der Kasse oder kurz vor einer Präsentation stehst. Natürlich solltest du vorher an einem ruhigen Ort deine Mudras geübt und trainiert haben, um dann diese Erfahrungen einfach abrufen zu können.

Wenn du eine bequeme Körperhaltung, mit gutem Bodenkontakt eingenommen hast, dein Körper entspannt und wach ist, nimmst du die Position der Mudra ein und beginnst mit der richtigen Atmung:

  • bewusste Einatmung
  • 2 Sekunden den Atem anhalten
  • bewusste Ausatmung
  • kurze Pause (spüre hierbei den Impuls Luft holen und leben zu wollen)
  • dann erneut bewusst einatmen

Spüre in dich hinein. Wie fühlt es sich an? Der Druck auf die Finger sollte keinesfalls zu stark und weder Spannung noch Schmerzen hervorrufen. Stell dir einfach vor, dass deine Finger Magneten sind, die aufeinander haften. Mudras können zwischen 1 bis 15 Minuten gehalten werden. Wichtig ist, dass du dich dabei wohl fühlst und es nicht krampfig wird. Bei Krankheiten empfiehlt es sich ca. 10-15 Minuten und 3mal täglich zu üben.

Ich arbeite in meinen Einzel-Sitzungen auch sehr gern mit der Mudra-Box (Affiliate-Link). Das sind 43 Übungskarten, aufgeteilt nach den 3 großen Gesundheitszielen: „Entspannen“ (bei Prüfungs- oder Flugangst), „Kraft spüren“ (für mehr Zuversicht, Lebensfreude und Dankbarkeit) und „Gesund werden“ (gegen Schmerzen oder zur Regeneration).

Hast du auch schon mal Mudras ausprobiert und ihre Wirkung spüren können? Ich freue mich über deinen Kommentar.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

PS: Kennst du bereits meinen Newsletter? Die WOHLFUEHLPOST erscheint monatlich und enthält neben einer Zusammenfassung aus dem jeweiligen Monat, viele Tipps rund um die Themen mehr Leichtigkeit, Vitalität und Balance im Leben. 

Die WOHLFUEHLPOST ist kostenlos und jederzeit abbestellbar. Hier gehts zur Anmeldung:

http://wohlfuehlkost.us13.list-manage.com/subscribe?u=a56354b880ea99a33478b9fc7&id=b41ad3c883

Als Dankeschön sende ich dir mein eBook „WOHLFUEHLKOST – 30 Rezepte für mehr Leichtigkeit“ per Downloadlink in dein Mailpostfach.

P1010792

9 Kommentare

  1. Pingback: Mudras – in corpore yoga

    • Hallo liebe Heike,
      vielen lieben Dank. Ich freue mich sehr darüber, dass Dir mein Blog gefällt und auch über die Nominierung zum Liebster Award. 🙂
      Da ich momentan quer durch Europa reise, kann ich deine Fragen jedoch erst ab August beantworten. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. 😉
      Ganz liebe Grüße aus Prag
      Steffi

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s