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Antioxidantien: Warum diese Schutzengel für unsere Zellen so wichtig sind und die 5 goldenen Verzehr-Regeln

Kennst du den Spruch: „Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Engel her“? Heute dreht sich alles um Schutzengel, die dich täglich beschützen. Sie werden auch Antioxidantien oder Radikalfänger genannt. Doch was sind sie genau, wie wirken sie und wo stecken sie drin? Fangen wir mal ganz vorn bei den freien Radikalen an.

Freie Radikale

sind unvollständige Moleküle denen in der chemischen Struktur ein Elektron fehlt. Dadurch sind sie gefährlich instabil und permanent auf der Suche nach einem passenden Elektron, um wieder vollständig zu werden. Auf dieser Suche gehen sie ziemlich rücksichtslos und radikal vor, agieren sehr schnell und entreißen dann dem nächstbesten intakten Molekül das benötigte Elektron. Dies ist vergleichbar mit Taschendieben in der Fußgängerzone.

Dieser Elektronen-Raub wird auch Oxidation genannt, was den Körper sehr belastet. Daher auch der Name oxidativer Stress.

Das fatale dabei ist, dass das bestohlene Molekül nun selbst zum freien Radikal wird und nach einem neuen Opfer sucht. Damit entsteht eine gefährliche Kettenreaktion in unserem Organismus. Dies kann massive Schäden im Körper auslösen. Dazu gehören:

  • Eingeschränkte Zellfunktion bis zum Zelltod: Venenschwäche, Krampfadern, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Probleme, Sehstörungen, Augenerkrankungen, Schlaganfall, nachlassende Konzentration, Demenz
  • DNA-Schäden: unkontrollierte Zellteilung (Entstehung von Krebs)
  • Zerstörung der Rezeptoren auf der Zelloberfläche: dadurch gelangen Toxine in die Zelle
  • Inaktivierung von Enzymen: Stoffwechselprozesse werden gestört, Körperfehlfunktionen entstehen

Ergänzend möchte ich noch anführen, dass es vom Körper selbst produzierte Radikale gibt, bspw.:

  • bei der Zellatmung als Nebenprodukt (desto höher bei Energieproduktion im Körper durch Stress, Sport oder Krankheit) oder
  • bei Immunreaktionen als gezielte Antwort auf Krankheitserreger oder Viren, um Entzündungsprozesse einzudämmen

und welche die durch äußere Einflüsse auf unseren Organismus treffen, bspw.:

  • Chemikalien und Lösungsmittel
  • Luftverschmutzung (Verkehr, Industrie, Haushalt)
  • Rauchen, Alkohol, Medikamente, Drogen
  • industrielle Fette und Zucker
  • Zusatz-, Konservierungs-, Farbstoffe und Aromen in Lebensmitteln
  • Rückstände von Pflanzenrückständen (Herbizide, Fungizide, Pestizide)
  • Radioaktivität und elektromagnetische Strahlen
  • übertriebene Sonnenbäder
  • Körperpflegeprodukte aus synthetischen Rohstoffen (Alternativen gesucht? –> Link)
  • u.v.m.

Doch nicht bei jedem führen freie Radikale zu Krebs, Demenz oder Diabetes. Auch hier ist wie überall die Dosis ausschlaggebend. Erste Hinweise sind u.a. Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche sowie müde und faltige Haut.

Nun ist es aber so, dass jede unserer 100 Billionen (!) Körperzellen jeden Tag von mindestens 10.000 freien Radikalen attackiert wird. Diese Unmengen an freien Radikalen lösen dementsprechend auch unzählige Kettenreaktionen aus. Um damit fertig zu werden und dem oxidativen Stress zu minimieren, benötigt unser Körper Antioxidantien.

Antioxidantien

sind unsere kleinen Schutzengel im Körper. Chemisch gesehen sind es Moleküle, die bereit sind ein Elektron abzugeben, OHNE dabei selbst ein freies Radikal zu werden. Dadurch können Kettenreaktionen unterbrochen werden. Das Tolle dabei ist, dass Antioxidantien ihr Elektron leichter abgeben als bspw. die DNA oder Zellmembran. Und auch das freie Radikal gibt sich lieber mit dem Antioxidans zufrieden, als sich mühevoll ein Elektron irgendwo zu stehlen.

Vitamin C ist ein sehr bekanntes Antioxidans. Schneidet man bspw. einen Apfel auf, 
dann wird er unter Einfluss von Sauerstoff schnell braun. Die Oberfläche oxidiert. 
Träufelt man gleich etwas Zitronensaft über die Schnittfläche, wird die Oxidation 
verhindert.

Antioxidantien sind gut bei:

  • Hautproblemen und frühzeitiger Hautalterung
  • schlecht heilenden Wunden
  • Herz-Kreislauf-Problemen
  • schwaches Immunsystem
  • altersbedingten Augenerkrankungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Beschwerden im Nervensystem

Teilweise kann unser Körper selbst Antioxidantien herstellen. Der Großteil muss aber über die Nahrung aufgenommen werden.

Hier ein paar Tipps für deinen Speiseplan:

  • Gemüse (Kohlarten, Paprika, Tomaten, Gurken, Blätter von Gemüse, Spinat, Knoblauch, Zwiebeln)
  • Salate (Feldsalat)
  • Kräuter (Kerbel, Petersilie, Rosmarin, Minze, Basilikum) und Gräser (Gerstengras, Dinkelgras, Weizengras, Kamutgras)
  • Früchte (Beeren, kernreiche Trauben, Zitrusfrüchte, Granatapfel, Acerola Kirsche, Tropenfrüchte)
  • Sprossen (Brokkoli, Linsen, Alfalfa)
  • Algen (Spirulina, Mikroalgen)
  • Wildpflanzen (Giersch, Löwenzahn, Brennnessel) und Wildblüten
  • Ölsaaten und Nüsse (Lein- und Hanfsaat, Sonnenblumenkerne, Mandeln, Haselnüsse, Pekan, Paranüsse, Walnüsse)
  • naturbelassene Öle und Fette
  • Süßholz, Ingwer, Kurkuma
  • Zistrosentee

Zum Schluss habe ich noch ein paar Verzehr-Regeln für dich.

Die 5 goldenen Verzehr-Regeln:

  1. Antioxidantien möglichst in natürlicher Form verspeisen (Ausnahme: hochwertige ganzheitliche Nahrungsergänzungsmittel, wie bspw. das PACK antiox)
  2. Kombination von tierischer Milch und Antioxidantien meiden
  3. Frische und schonende Verarbeitung
  4. Bio-Qualität
  5. Biologisches Obst und Gemüse nicht schälen

Wie füllst du dein „Schutzengel-Konto“ täglich auf? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Wenn es dir noch schwerfällt, dein „Schutzengel-Konto“ zu befüllen, empfehle ich dir langsam zu starten und nichts zu überstürzen. Denke langfristig, pick‘ dir 2-3 Dinge raus, die du in der nächsten Woche verändern möchtest und schau‘ wie es deinem Körper bekommt.

Be happy, healthy & in balance

Steffi

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  4. Hat dies auf wohlfuehlkost rebloggt und kommentierte:

    Husten, Schnupfen, Heiserkeit?

    Dann habe ich hier ein paar Tipps für dich zum Pushen deines Immunsystems.

    Bleib schön gesund.
    Oder falls es dich schon erwischt hat, dann gute Besserung.

    Liebe Grüße
    Steffi

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