Entspannung
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Wie du es schaffst, ungeliebte Gewohnheiten aufzubrechen (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Seien wir einmal ehrlich: Wir sind doch alle Gewohnheitstiere. Gewohnheiten sind ständige Begleiter von uns. Sie haben Macht über uns. Wir machen es so, weil wir es schon immer so machen, sei es aus Lust, Routine oder Belohnung.

Man spricht dabei von den sogenannten Denkgewohnheiten (was denke ich über Dinge oder Personen), Gefühlsgewohnheiten (z.B. wann empfinde ich Angst) und Verhaltensgewohnheiten (Rauchen, Fast-Food oder Nägel kauen, …). 

Diese lassen sich wiederum in die guten und schlechten Gewohnheiten unterteilen. Mit schlechten Gewohnheiten meine ich, dass uns diese kurzfristig vielleicht Lust und Entspannung bringen können, aber gleichzeitig auch Frust und langfristig körperliche Schäden verursachen.

Was hältst du eigentlich davon: einfach einmal neue Wege zu gehen, den ausgetretenen Trampelpfad zu verlassen, einen neuen Weg anzulegen, sprich alte Gewohnheiten aufzubrechen, abzulegen und sich neue anzueignen?

In der letzten Woche hatte ich dir empfohlen eine Morgenroutine in deinem Alltag einzubauen. Das hilft den positiven roten Faden vom Morgen mit in den gesamten Tag zunehmen.

Heute geht es darum Gewohnheiten aufzubrechen. Die Gewohnheiten, die automatisch und unbewusst ablaufen und dir selbst mittlerweile lästig geworden sind und die du gern ablegen möchtest, aber nicht so recht weißt, wie und wo du anfangen kannst.

Vielleicht hast du gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, sich eine Morgenroutine zurechtzulegen und es auch regelmäßig durchzuführen, wenn man vorher noch keine hatte. Auch hier geht es um alte Gewohnheiten aufzubrechen und durch neue zu ersetzen. Unser Gehirn mag nunmal Gewohnheiten und findet Neuerungen schädlich. Aber mit Training kann unser Gehirn den Prozess umdrehen.

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Aber ist es so einfach diese aufzubrechen, einfach abzulegen und neue zu etablieren?

Wenn wir einen Schicksalsschlag erleiden, Krisen bewältigen oder uns vom Arzt vielleicht auferlegt wird, dass wir unbedingt abnehmen oder das Rauchen aufgeben müssen, sonst passiert XY oder uns nach etwas gelüstet, wir ein großes Verlangen danach haben, dann etablieren wir neue Dinge ganz automatisch. Dann fällt es uns auch einfacher alte Gewohnheiten abzulegen und uns neue anzueignen. Aber so ganz von allein – mit einem inneren Antrieb – ist es für die meisten von uns viel zu schwer. Mit Wille und Disziplin können wir es natürlich auch schaffen, aber unser Gehirn lernt durch Wiederholungen Wiederholungen und abermals Wiederholungen.

PHASE 1:

Anfangs brauchen wir viel Energie unseren neuen Pfad (bzw. unsere neue Gewohnheit) anzulegen, ihn wieder zu finden und immer wieder abzulaufen. Wenn wir den neuen Trampelpfad wieder und wieder gehen, dann brennt er sich ein, auch in unserem Bewusstsein. Was uns hier hilft ist meist unsere Motivation.

PHASE 2:

In dieser Phase ist die Gewohnheit noch nicht so tief gefestigt. Der alte Weg ist noch sichtbar. Vielleicht sind wir auch verunsichert, wollen zurück und auf den alten bekannten Trampelpfad und fühlen uns schlecht, weil der Erfolg und die Schnelligkeit – beispielsweise beim Abnehmen – noch nicht so voranschreitet, wie wir es uns wünschen. In dieser Phase ist unser Wille gefragt. Da hilft es sich kleine Ziele zu setzen. Noch einen Tag durchhalten, noch einen weiteren Tag durchhalten.

PHASE 3:

In der letzten Phase tut es dann nicht mehr so weh. Die alte Gewohnheit ist zwar noch nicht vergessen, aber die neue schon gut in unserem Leben integriert. Man sieht den neuen Pfad auch schon recht gut, der alte wächst langsam zu.

Wichtig ist, täglich zu üben, bewusst zu wiederholen und dran zu bleiben, sodass es unbewusst zur neuen Routine wird. Der Prozess kostet uns viel Energie. Deshalb nicht zu viel auf einmal und nur eine nach der anderen Gewohnheit aufbrechen und durch eine andere ersetzen. Immer wieder in sich rein spüren und sich fragen: Wie geht es mir dabei?

Es gibt viele Studien darüber, ab wann wir nun eine neue Verhaltensweise als Routine ansehen. Ob es nun 21, 30 oder 66 Tage sind, hier scheiden sich die Geister und Quellenangaben. Ich denke, dass jeder individuell ist und man es nicht pauschal sagen kann.

Hier nun meine 9 Tipps für dich: Eine Gewohnheit aufbrechen und durch eine andere ersetzen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Entscheide dich für EINE Gewohnheit, die du ändern möchtest. Was soll deine neue Gewohnheit werden? Was ist dein echtes und klares Ziel dahinter? Schreibe dein Ziel auf (im Kalender oder auf ein Visionboard). Wer oder was hält dich von deinem Ziel ab?
  2. Gewohnheiten haben wir uns jahrelang antrainiert, sodass wir sie auch abtrainieren können. Aber schließe diese Lücke unbedingt mit einer neuen Gewohnheit. Sonst fehlt dir etwas an dieser Stelle.
  3. Lege dir einen Zeitplan zurecht (21 Tage, 30 Tage oder 66 Tage). Auf immer und ewig kann abschrecken und frustrieren.
  4. Plane deine Veränderung Schritt für Schritt: Was muss ich tun, um beispielsweise meine Morgenroutine zu integrieren? Muss ich eher ins Bett gehen? Muss mein Wecker eher klingeln? …
  5. Setze dir Zwischenziele (nach 10 oder 15 Tagen). Belohne dich, aber nicht mit der alten Gewohnheit. Lege dir vorher etwas zurecht, was du an diesem Tag tun möchtest.
  6. Werde aktiv und fange an. Ausreden zählen nicht.
  7. Suche dir Unterstützer. Erzähle anderen von deinem Vorhaben. Das spornt an und baut ein kleinwenig Druck auf.
  8. Gehe Schritt für Schritt, bleibe dran und gebe nicht auf. 
  9. Umgib dich mit den richtigen Leuten.

Es kann auch Rückschläge geben. Falls es einen Tag nicht geklappt hat, mache am nächsten motiviert weiter, bestrafe dich nicht dafür und lass dich nicht entmutigen. Denk dran: Niemand ist perfekt. Wir lernen, trainieren und sind in der Übungsphase. Immer positiv bleiben.

Auch ich bin gerade dabei mir eine neue Gewohnheit anzutrainieren. Heute ist bereits Tag 31 meiner 66 Tage Challenge jeden Morgen um 5 Uhr aufzustehen, 90 Minuten nur Zeit für mich zu nehmen und die Stille vom Morgen zu genießen. In dieser Zeit praktiziere ich meine Morgenroutine, fokussiere mich auf den Tag sowie auf meine Ziele und lese Bücher zum Thema Persönlichkeitsentwicklung. Bis auf einen Tag in der vorletzten Woche, habe ich es auch immer geschafft pünktlich aufzustehen und mich auf meine Yoga-Matte zu „schleppen“. 

Auch bei mir gibt es schwungvolle Tage, da freue ich mich riesig auf meine Zeit. Und an einigen Tagen kostet es dann etwas mehr Überwindung mein kuscheliges Bett zu verlassen. Aber nach meinen ganz persönlichen 60-90 Minuten, geht es mir immer besser, als davor. Nach dem Yoga, einer Meditation und einer leckeren Schale Matcha, starte ich dann fit in den Tag. 

Gibt es vielleicht eine Gewohnheit in deinem Leben, die du gern aufbrechen und durch eine andere ersetzen möchtest? Und hast du in deinem Alltag bereits eine Zeit, die du dem wichtigsten Menschen auf der Welt schenkst, nämlich DIR selbst?  

Liebe beginnt mit Selbstliebe und Selbstwert, aber darüber werde ich mal einen gesonderten Artikel schreiben.

Ich freue mich riesig über deinen Kommentar.

Be happy, healthy & in balance

Deine Steffi

PS: Wenn du Unterstützung beim Aufbrechen deiner Gewohnheiten benötigst, berate ich dich gern. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie du mit mehr Schwung und Achtsamkeit in den Tag starten und deinen Weg in ein erfolgreiches, leichtes und glückliches Leben einschlagen kannst.

7 Kommentare

  1. Birgit Gille sagt

    Hallo Steffi, ja ich weiß wie schwer es ist an sich was zu ändern. Im Moment find eich nicht die Kraft dazu. Ich fühle mich ausgebrannt. Wo soll ich da anfangen?

    Einen schönen Tag

    LG Birgit

    Gefällt 1 Person

    • Hallo liebe Birgit,
      das verstehe ich. Ich empfehle immer kleine Schritte zu gehen. Und bei sich selbst anzufangen und etwas für sich Gutes zu tun.

      Was magst du gern? Was macht dich glücklich?

      Bei mir persönlich lag es vor knapp 2 Jahren daran, dass ich mich zu nährstoff-arm ernährt hatte und meine Speicher leer waren. Ich fiel Freitagabend aufs Sofa und musste fast das gesamte Wochenende schlafen.
      Sodass ich als erstes dieses Thema angegangen bin. Aber es kann unterschiedliche Gründe haben. Jeder ist individuell und hat andere Bedürfnisse.

      Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann schick mir einfach eine E-Mail.

      Liebe Grüße und einen wunderschönen Tag dir.
      Steffi

      Gefällt mir

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