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Das Geheimnis der Mikronährstoffe (2. Teil) – Die Mineralstoffe und Spurenelemente

In der 3-teiligen Blogreihe „Das Geheimnis der Mikronährstoffe“ möchte ich etwas Licht in den Nährstoff-Dschungel bringen und in diesem Zusammenhang auch deren Bedeutung auf unseren gesamten Organismus hervorheben. Wenn du den ersten Teil rund um die Vitamine nochmals nachlesen möchtest, dann klick hier .

Zur Gruppe der Mikronährstoffe gehören neben den Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen, auch noch die Mineralstoffe und Spurenelemente, um die es in diesem 2. Teil im speziellen geht. Auch hier werde ich den Fragen nachgehen, was es mit den kleinen Stoffen und Elementen auf sich hat, welche Gefahren im Alltag dabei lauern und wie du Stolperfallen umgehen kannst.

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Was sind Mineralstoffe und Spurenelemente? Welche Aufgaben haben sie?

Mineralstoffe, die auch Mengenelemente genannt werden, kommen wie der Name bereits verrät in größeren Mengen im Körper vor (> 50 mg/kg Körpergewicht). Sie sind alle essentiell und in der richtigen Dosis ungiftig.

Zu den 7 wichtigsten Mineralstoffen zählen: Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlorid und Schwefel. Diese Stoffe liefern zum Beispiel das Baumaterial für unsere Zähne und Knochen.

Die Spurenelemente oder Mikroelemente werden oft übersehen, sind aber nicht minder wichtig. Bis auf Eisen, was mit ca. 60 mg/kg Körpergewicht eine Ausnahme darstellt, kommen sie jeweils weniger als 50 mg/kg Körpergewicht in unserem Körper vor.

Bei den Spurenelementen unterscheidet man zwischen den essentiellen (u.a. Eisen, Jod, Zink, Kupfer, Selen, Mangan, Chrom, Kobalt, Molybdän, Silicium, Brom), nicht essentiellen/giftigen (Arsen, Blei, Cadmium, Quecksilber, Thallium, Wismut/Bismut, Beryllium, Palladium) und deren Elemente, wo man sich nicht sicher ist, ob essentiell oder nicht (Nickel, Fluorid, Vanadium).

Mineralstoffe und Spurenelemente sind:

  • für den Aufbau von körpereigenem Gewebe (Calcium und Phosphor für Knochen) oder körpereigenen Stoffen (Eisen für das Hämoglobin im Blut) notwendig
  • Bestandteile von Enzymen (unseren „Biokatalysatoren“)
  • an Stoffwechselgeschehen beteiligt (Phosphor: ATP Energie)
  • für das Immunsystem wichtig (Zink antiviral)
  • für reibungslose Bewegungsabläufe (Calcium und Magnesium regulieren die Erregungsübertragung in Nerven- und Muskelzellen)
  • an der Neutralisation von Säuren beteiligt (Regulation des Säuren-Basen-Haushalts)
  • unentbehrlich bei der Reizweiterleitung in Sinnes- und Nervenorganen (Natrium, Kalium)
  • an der Steuerung des Hormonhaushaltes beteiligt (Selen: Enzymbestandteil zur Umwandlung von T4 ins aktive T3; mit Jod am Schilddrüsenhaushalt beteiligt)

In der Chemie und Alternativszene unterscheidet man Mineralstoffe und Spurenelemente noch zwischen organischen und anorganischen Stoffen. In der Chemie spricht man bei organischen von kohlenstoffhaltigen und bei anorganischen von kohlenstofffreien Elementen.

In der Alternativszene definiert man organisch als lebendig und gut verwertbar für den Körper. Das heißt, in der Praxis nehmen Pflanzen die Stoffe über die Wurzeln auf, werden dann an pflanzliche Eiweiße gebunden und ins Gewebe eingebaut. Anorganisch hingegen heißt unbelebt und unverwertbar für den Körper zu sein, denn diese Stoffe stammen aus der Erde, Gestein und Mineralwasser, lagern sich an den Blutgefäßwänden ein und richten dort Schaden an. Diese Theorie ist bisher jedoch nicht belegt.

Welche Faktoren können (unter anderem) eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen negativ beeinflussen?

  1. Zustand der Böden: Die Böden werden immer mineralstoffärmer. Die moderne Landwirtschaft setzt Kunstdünger ein, um höhere Ernten zu erzielen. Kunstdüngung erhöht den Wassergehalt und reduziert dadurch direkt und indirekt den Vitalstoffgehalt in den Lebensmitteln. Hier geht es nur um Quantität  und ums Aussehen der Früchte und des Gemüses. Der Mineralstoffgehalt ist dabei oft uninteressant.
  2. Industrielle Verarbeitung der Lebensmittel: Die industrielle Verarbeitung reduziert den Mineralstoff- und Spurenelementegehalt in der Pflanze noch mehr. Weißmehl enthält bspw. nur noch 1/3 der Magnesium- und Eisenmenge sowie 1/2 der Calciummenge im Vergleich zu Vollkornprodukten.
  3. Übermäßiger Verzehr von leeren Kalorien (Weißmehl– und sehr zuckerhaltige Produkte) und Produkten aus der Massentierhaltung. Diese Nahrungsmittel verfügen über einen geringen Gehalt an Vitalstoffen und essentiellen Fettsäuren.
  4. Auch Stress gehört zu den Mineralstoff-Fressern. Er senkt der Mineralstoffwert im Körper und auch unsere Stressresistenz.
  5. Flouridierung (bspw. im Speisesalz): Flouride neigen dazu sich an Mineralstoffe zu binden (Calcium und Magnesium). Dadurch werden diese Stoffe für den Körper nutzlos.
  6. Chronische Übersäuerung des Körpers.
  7. Magensäuremangel und die Einnahme von Säureblockern: Ohne Magensäure können viele Mineralstoffe nicht resorbiert werden.
  8. Milchprodukte: Calciumüberschuss blockiert die Aufnahme von Magnesium.
  9. Eiweißüberschuss: Durch Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Soja wird die Ausscheidung von basischen Mineralstoffen über den Urin erhöht.
  10. Softdrinks: Die enthaltenen Phosphate verbinden sich mit Mineralstoffen zu unlöslichen Komplexen, die dann für den Körper nicht mehr zur Verfügung stehen.
  11. Gestörte Darmflora und Darmpilze: Darmpilze produzieren Toxine und diese Toxine hemmen die Aufnahme von Mineralstoffen.
  12. Unser Alter: Je älter wir werden, desto weiter sinkt die Resorptionsfähigkeit unseres Körpers, die Stoffe aus der Nahrung zu ziehen.
  13. Einnahme von Medikamenten verursacht oft einen Mineralstoffmangel, da diese entweder einfach ausgeschieden oder bereits zur Neutralisation der Säuren, die durch die Medikamente verursacht werden, aufgebraucht werden.

Welche Möglichkeiten gibt es? Tipps für deinen Alltag:

Die genannten Faktoren lassen vermuten, dass der Bedarf an natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln zunimmt, um seinen eigenen Körper ausreichend mit Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen. Dennoch ist die Einnahme meist gar nicht so einfach und oft ein reines Glücksspiel. Viele denken: Viel hilft viel. Das ist jedoch meist nicht gesund und kann sogar toxisch wirken.

Die Aufnahme von nur einem (isolierten) Element oder Stoff kann zu Wechselwirkungen führen und den kompletten Mineralstoffhaushalt stören, da in der Natur oder in natürlichen Lebensmitteln nie ein Element einzeln vorkommt. Eine zu hohe Aufnahme von Calcium beispielsweise, kann die Aufnahme von Eisen hemmen. Zink in Monopräparaten hemmt Kupfer. Und ein zuviel an Flouriden kann die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht bringen.

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Über die Ernährung allein alle Nährstoffe zu sich zu nehmen, ist in der heutigen Zeit oft schwer. Das bedarf viel Disziplin und Vorbereitung. Gerade wenn man den ganzen Tag im Büro, Praxis oder in der Uni, in klimatisierten und künstlich erhellten Räumen sitzt, wünscht sich unser Körper geballte Nährstoffe, um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen. Ein Nährstoffmangel drückt sich oft in Heißhungerattacken aus.

Wenn man dann in den 30 Minuten Pause nur schnell in die Kantine oder an den nächsten Imbiss sprintet und sich dort dann nicht so versorgen kann, wie man es von daheim gewöhnt ist und mit all den leeren Kalorien (Weißmehl– und Zuckerbomben) konfrontiert wird, wird es kompliziert.

Nahrungsergänzungsmittel können also sinnvoll sein, wenn sie aus hochwertigen Lebensmitteln (pulverisierte Pulver aus der Alge, Gräsern, Brokkolisprossen, Acerolakirsche, Maca, Baobab, etc.) hergestellt wurden. Es gibt mittlerweile sehr gute und frische Produkte, die  ausschließlich den gesamten, natürlichen und synergetischen Nährstoffkomplex aus der Pflanze verwenden.

Ich versuche, soweit es mir möglich ist, auf Reisen, langen Beratungs- oder Messetagen meine Nährstoffe in Form von frischem Obst und Gemüse immer mitzunehmen. Doch ich muss zugeben, dass ich es mir mittlerweile auch oft einfacher mache und es genieße, mich beim Thema Nährstoffversorgung auf echte Profis verlassen zu können, die mich jeden Tag mit der vollen Power der Antioxidantien versorgen oder meinen Säure-Basen-Haushalt und meine Leber unterstützen. Denn mit meinen A-B-C-Packs kann ich mir ganz easy meine Smoothies to-go mixen, egal ob zu Hause oder unterwegs, ohne auf die vollen und echten Wirkstoffe verzichten zu müssen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du dich gern und jederzeit an mich wenden. Weitere Informationen dazu findest du auch hier.

Wie stellst du deine Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen sicher? Welche Erfahrungen hast du bisher gemacht? Ich freue mich sehr über deinen Kommentar hier im Blog.

Be happy, healthy & in balance

Deine Steffi

3 Kommentare

  1. Pingback: Das Geheimnis der Mikronährstoffe (3. Teil) – Die sekundären Pflanzenstoffe | wohlfuehlkost

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